Neuer Präsident des Berufsverbandes Deutscher Pathologinnen und Pathologen steht fest28. November 2024 Neuer BDP-Präsident: Prof. Ludwig Wilkens (Bild: BDP) Der Berufsverband Deutscher Pathologinnen und Pathologen e.V. (BDP) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 23. November 2024 Prof. Ludwig Wilkens zum neuen Präsidenten gewählt. „Ich nehme die Wahl sehr gerne an und freue mich darauf, die Pathologie zusammen mit den engagierten Mitgliedern des Berufsverbandes konsequent weiterzuentwickeln und unsere Themen aktiv gegenüber Politik und Selbstverwaltung zu vertreten“, betont der frisch gewählte Präsident. Als zweiter Vizepräsident wurde Prof. David Horst, Direktor des Instituts für Pathologie der Charité Universitätsmedizin Berlin, wiedergewählt. Die Amtszeit von Prof. Annette Lebeau, 1. Vizepräsidentin des BDP, läuft noch bis 2027. Wilkens übernimmt das Amt von Prof. Karl-Friedrich Bürrig, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidierte. „Mit Prof. Wilkens bekommt der BDP einen engagierten und fachkundigen Pathologen als Präsidenten. Ich bin davon überzeugt, dass Herr Wilkens das Fachgebiet der Pathologie mit seiner langjährigen Erfahrung als Mediziner und BDP-Landesvorsitzender Niedersachsen nun berufspolitisch auf Bundesebene weiterentwickelt. Ich persönlich bedanke mich bei allen Mitgliedern für insgesamt acht erfüllende und ereignisreiche Jahre in diesem Amt“, resümiert Bürrig. „Einige Knoten im Dialog mit Politik und Selbstverwaltung lösen“ Die Pathologie steht seit einiger Zeit unter Druck, findet in Gesetzgebungsverfahren keine adäquate Berücksichtigung und wird bei Honorarvereinbarungen zunehmend degradiert. Dagegen will Prof. Wilkens weiterhin aktiv vorgehen. Zudem möchte er die Themen Molekularpathologie und Digitalisierung weiter vorantreiben sowie sich für den Erhalt der pathologischen Diagnostik in der Fläche einsetzen. „Die Pathologinnen und Pathologen in Deutschland waren, sind und bleiben die Spezialisten schlechthin, die aufgrund ihres breiten methodischen Verständnisses und ihres tiefen medizinischen Wissens Krankheiten und deren Zusammenhänge bestmöglich verstehen und im Austausch mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten individuelle Lösungen für Therapien finden. Diese Kompetenz wird im Bereich der personalisierten (Krebs-)Medizin schon heute stark nachgefragt und immer wichtiger. Ich werde mich dafür einsetzen, diese wichtige Rolle weiter zu stärken und die Relevanz, die wir durch unsere therapieentscheidende Diagnostik in der flächendeckenden medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten einnehmen, gegenüber den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern mit Nachdruck vertreten. Hier haben wir einige Knoten zu lösen. Aber ich bin ebenso davon überzeugt, dass wir im konstruktiven Dialog mit Politik und Selbstverwaltung gute Lösungen und Rahmenbedingungen für die Pathologien in der Niederlassung, im Krankenhaus und in den Universitäten hinbekommen“, so Wilkens. Zur Person Wilkens ist seit 2009 Chefarzt und Leiter des Institutes für Pathologie am „Klinikum Region Hannover“. Darüber hinaus ist er seit 2024 Leiter der Diagnostik am Institut für Pathologie der Otto von Guericke Universität Magdeburg, um das Institut der Universitätsmedizin neu aufzustellen. Seit 2020 ist Wilkens BDP-Landesvorsitzender Niedersachsen. Der neue BDP-Präsident wurde 1963 im niedersächsischen Friesoythe geboren und hat von 1984 bis 1990 an der Medizinischen Hochschule Hannover Humanmedizin studiert. Seit 2001 ist Wilkens Facharzt für Pathologie, 2002 schloss er die Weiterbildung Molekularpathologie ab. Er ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP), der Internationalen Akademie für Pathologie (IAP), der Internationalen Akademie für Zytologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Pathologie (SGPath).
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