Neues Angebot in Leipzig: Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung für Kopf-Hals-Tumoren27. November 2023 Das Kernteam der neuen „Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung“ stellt unter anderem die HNO-Klinik des UKL. Teil des Teams ist unter anderem Oberarzt Matthäus Stöhr, hier in Abstimmung mit einer Stationsschwester. Foto: Stefan Straube/UKL Ab sofort steht am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) die „Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung“ (ASV) für Menschen mit Kopf-Hals-Tumoren zur Verfügung. Das Besondere: Die Behandlung erfolgt durch interdisziplinäre Ärzteteams am Klinikum. Die ASV, ein Angebot der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), ist eine Besonderheit für spezielle Krankheitsbilder – in diesem Fall für Krebs in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Nase/Gesicht und Speicheldrüsen. Hierfür stehen kaum ambulante Expertinnen und Experten zur Verfügung, im klinischen Bereich aber schon. Kopf- und Halstumoren sind laut KBV die sechsthäufigste onkologische Erkrankung, die in einer ASV behandelt werden kann. Sie gelten als „Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen“. Gerade bei Kopf-Hals-Tumoren braucht es oftmals bildgebungstechnische Untersuchungen, zum Beispiel per PET-CT, das dann in der UKL-Nuklearmedizin zur Verfügung steht. Im Rahmen der ASV kann das Klinikum die Untersuchungen abrechnen. „Wir sind sehr glücklich, dass durch die ASV in speziellen medizinischen Fragestellungen nun Patienten mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich eine Ganzkörper-PET-CT-Untersuchung zur besonders gründlichen Tumorausbreitungsdiagnostik erhalten können. Dies ist die Basis für eine zielgenaue und vollständige Behandlung“, sagt Prof. Osama Sabri, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin. Das Kernteam stellen die Kliniken für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (HNO) und Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG), die Projektleitung liegt in den Händen von HNO-Klinikdirektor Prof. Andreas Dietz. „Wir freuen uns über diese wichtige Erweiterung unseres Behandlungsangebots und die damit verbundene sektorübergreifende Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der Niederlassung“, erklärt Dietz. „Es steht außer Frage, dass unsere Patientinnen und Patienten mit diesem besonderen Krankheitsbild enorm davon profitieren werden.“ Im erweiterten Team hinzugezogen werden können neben der Nuklearmedizin auch Strahlentherapie und Radiologie. Das Angebot richtet sich an alle Betroffenen aus dem Kopf-Hals-Bereich, hauptsächlich also HNO, MKG und Augenheilkunde. In Sachsen gibt es eine ASV Kopf-Hals-Tumore nur noch ein weiteres Mal, nämlich in Chemnitz. Dort ist das Angebot im Februar dieses Jahres gestartet.
Mehr erfahren zu: "„arznei-telegramm“ vor dem Aus: EbM-Netzwerk warnt vor dem Verlust unabhängiger Information" „arznei-telegramm“ vor dem Aus: EbM-Netzwerk warnt vor dem Verlust unabhängiger Information Das „arznei-telegramm“ wird zum Jahresende 2026 eingestellt. Damit drohe eine wichtige Stimme für unabhängige und kritische Arzneimittelinformation zu verstummen, warnt das EbM-Netzwerk und hofft auf eine Nachfolgeregelung.
Mehr erfahren zu: "Zuwendungen von Pharmafirmen verschlechtern Qualität ärztlicher Verordnungen" Zuwendungen von Pharmafirmen verschlechtern Qualität ärztlicher Verordnungen Pharmaunternehmen umwerben Ärzte und das hat Folgen, wie ein Cochrane-Review zeigt: Mehr Zuwendungen von Pharmafirmen bedeuten mehr Verordnungen, die häufiger nicht den medizinischen Leitlinien entsprechen.
Mehr erfahren zu: "Toxizität der Radiochemotherapie bei p16-negativem Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom" Toxizität der Radiochemotherapie bei p16-negativem Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom Cisplatin einmal pro Woche oder alle drei Wochen? Bei Patienten mit p16-negativem Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinom bringen beide Therapieregime ähnliche Belastungen durch akute Nebenwirkungen mit sich, wie aktuelle Studiendaten zeigen.