Neues Augeninstitut in Basel vereint Forschung und Klinik22. Januar 2018 Prof. Botond Roska (l.) und Prof. Hendrik Scholl leiten das neue Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel. Fotos: © IOB Die Universität Basel, das Universitätsspital Basel und Novartis haben das Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB) gegründet. Dieses neue Forschungsinstitut wird als Stiftung aufgesetzt. Das IOB wird geleitet von Prof. Botond Roska und Prof. Hendrik Scholl. Roska ist derzeit Senior Group Leader am Friedrich Miescher Institut für biomedizinische Forschung in Basel. “Er gilt als Pionier in der Erforschung der Netzhaut und der Verarbeitung optischer Signale im Gehirn”, betont die Universität Basel. Scholl leitet die Augenheilkunde an der Universität Basel und die Augenklinik des Universitätsspitals Basel. Er sei auf die medizinische und chirurgische Behandlung von Netzhauterkrankungen – vor allem auch ererbter – spezialisiert. Dr. Norbert Spirig, derzeit Mitglied der Spitalleitung des Universitätsspitals Basel, werde zum Operativen Direktor des Instituts berufen. “Für Novartis ist die Augenheilkunde eine strategische Forschungspriorität”, sagt Dr. Jörg Reinhardt, Verwaltungsratspräsident von Novartis. “Deshalb unterstützen wir die bahnbrechende Kooperation zwischen Forschung und Klinik hier in Basel und sind überzeugt, dass das neue Forschungsinstitut innovative Lösungen für Patienten mit Sehstörungen und Sehverlust hervorbringen wird.” Das IOB soll insbesondere für all jene Patienten neue Therapieoptionen entwickeln, die an derzeit nicht behandelbaren Sehstörungen oder Blindheit leiden. “Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Gründung dieses neuen, hochspezialisierten Instituts. Wir können unseren Patienten mit schweren Augenerkrankungen bisher nur begrenzt helfen”, sagt Dr. Werner Kübler, Direktor des Universitätsspitals Basel. “Ich bin überzeugt, dass das IOB zahlreichen Menschen mit solchen Krankheiten neue Hoffnung geben kann.” Das Konzept des Institutes setzt in hohem Maß auf Zusammenarbeit und Interdisziplinarität. “Heute werden medizinische Durchbrüche nicht mehr einfach in einem Forschungslabor erreicht”, sagt Prof. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel, “sie kommen an der Schnittstelle von Universität, Klinik und Industrie zustande. Mit dem IOB werden wir eine entsprechende Plattform bereitstellen, die akademische Freiheit, Nähe zum Patienten und ein starkes Bekenntnis zur Innovation vereint.” Als weltweit eines der ersten Institute seiner Art, so heißt es, werde das IOB eine “Brücke zwischen Labor und Klinik” schlagen. Es werde die Arbeit von Roska am Friedrich-Miescher Institut und von Scholl an der Augenklinik unter einem Dach vereinen und seine operative Tätigkeit in diesem Jahr aufnehmen. Quelle: Universität Basel
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