Neues Hospiz für schwerkranke Kinder in Berlin eröffnet

Wegweiser nzum neuen Kinderhospiz-Zentrum der Caritas. (Foto: Walter Wetzler)

Anfang Dezember hat der Caritasverband für das Erzbistum Berlin sein neues Caritas-Kinderhospiz-Zentrum LEO eingeweiht.

In Berlin und Umgebung leben etwa 2000 Kinder und Jugendliche mit einer lebensbedrohenden und lebensverkürzenden Krankheit. Jährlich sterben bis 400 von ihnen. Schwere Krankheit und Sterben von Kindern und Jugendlichen ist ein gesellschaftliches Tabu, das viele Eltern in die soziale Isolation treibt. Die oftmals langen Krankheitsverläufe, die von schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen begleitet werden, sind für Familien extrem belastend. Unsicherheit, Angst und mangelndes Wissen in der Bevölkerung verstärken die Ausgrenzung.

Die Leiterin des Caritas-Kinderhospiz-Zentrums, Beate Danlowski, und Fußballer Arne Friedrich bei der Einweihung des Zentrums. Friedrich unterstützt die Arbeit des Caritas-Kinderhospizdienstes seit Jahren mit seiner Stiftung und persönlich. (Foto: Walter Wetzler)

“Mit dem Caritas-Kinderhospiz-Zentrum LEO bieten wir einen Ort an, an dem die ganze Familie Unterstützung findet. Hier wird den Bedürfnissen aller Familienmitglieder entsprochen: den kranken Kindern und Jugendlichen, deren Geschwistern, Eltern und Großeltern”, sagte die Leiterin des Kinderhospizzentrums Beate Danlowski. “LEO ist Anlaufstelle, Treffpunkt, Fortbildungszentrum, aber auch Rückzugsort. Ein Ort, an dem Themen wie Abschied, Sterben und Trauer offen besprochen und bearbeitet werden können.”

Im Hospizzentrum gibt es hierfür Gruppenangebote für kranke Kinder und Jugendliche, Gruppen für Geschwister und für trauernde junge Menschen. LEO bietet auch Elterngruppen, die den Kontaktaufbau zu Eltern in vergleichbaren Lebenssituationen ermöglichen. Für Eltern und Großeltern stehen nach dem Tod eines Kindes ausgebildete Trauerbegleiter zur Seite. Das Caritas-Kinderhospiz-Zentrum bietet zudem Aus- und Fortbildung neuer Ehrenamtlicher, Supervision und regelmäßige Fallbesprechungen mit den hauptamtlichen Mitarbeitern. “LEO ist für alle Interessierte offen und will auch dazu beitragen, Ängste abzubauen und die Botschaft vermitteln, dass jeder Mensch, unabhängig von Krankheit oder Behinderung, das Recht auf ein glückliches Leben hat”, sagte Danlowski.