Neugeborenen-Outcomes nach mRNA-Impfung während der Schwangerschaft

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Im Ergebnis hat eine große bevölkerungsbasierte Studie schwedischer und norwegischer Forschender gezeigt, dass eine COVID-19-Impfung mit einem mRNA-Vakzin während einer Schwangerschaft kein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen beim Neugeborenen mit sich bringt.

Ausgewertet wurden Daten von Säuglingen in Schweden und Norwegen mit Geburtsterminen zwischen Juni 2021 und Januar 2023. Die Autoren der Arbeit berücksichtigten dabei Impfungen mit jedem für diesen Zweck zugelassenen Vakzin, unabhängig von vorherigen Impfungen, Anzahl der verabreichten Impfdosen während der Schwangerschaft oder dem Impfstoffhersteller. Mithilfe eindeutiger persönlicher Identifikationsnummern war eine Verknüpfung individueller Informationen aus verschiedenen nationalen Registern möglich.

Bevölkerungsbasierte Kohortenstudie mit allen Säuglingen in Schweden und Norwegen, die zwischen Juni 2021 und Januar 2023 geboren wurden. Es wurden eindeutige persönliche Identifikationsnummern verwendet, um individuelle Informationen aus verschiedenen nationalen Registern zu verknüpfen.

Die Wissenschaftler bewerteten die Outcomes bezüglich neonataler Erkrankungen mit Blutungen/Thrombosen oder Entzündungen/Infektionen sowie Erkrankungen des zentralen Nervensystems und Kreislauf-, Atem- oder Magen-Darm-Probleme und schließlich auch die Mortalität unter den Neugeborenen.

Insgesamt umfasste die Analyse 196.470 Neugeborene (51,3% Jungen, 93,8% termingerecht geboren, 62,5% in Schweden geboren), von den 94.303 (48,0%) in utero einer COVID-19-Impfung ausgesetzt waren. Bei den exponierten Säuglingen fanden die Forschenden kein erhöhtes Risiko für negative neonatale Konsequenzen. Sie stellten allerdings bei diesen Kindern ein jeweils geringeres Risiko fest für neonatale nichttraumatische intrakraniale Blutungen (Ereignisrate 1,7 vs. 3,2/1000; adjustierte OR [aOR] 0,78; 95%-KI 0,61–0,99), hyp­oxisch-ischämische Enzephalopathie (1,8 vs. 2,7/1000; aOR 0,73; 95%-KI 0,55–0,96) und neonatale Mortalität (0,9 vs. 1,8/1000; aOR 0,68; 95%-KI 0,50–0,91).

In Untergruppenanalysen fand man einen ähnlichen Zusammenhang zwischen einer COVID-19-Impfung während der Schwangerschaft und einer niedrigeren neonatalen Mortalität. Die Subgruppe umfassten dabei Kinder von Müttern, die vor der Schwangerschaft nicht geimpft/vor der Schwangerschaft nicht geimpft worden waren sowie von Schwangeren, die sich nach Aussprechen einer allgemeinen Impfempfehlung hatten impfen lassen und Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft nicht an COVID-19 erkrankt waren.

Analysen, die auf termingerecht geborene Säuglinge, Einzelgeburten oder Säuglinge ohne Geburtsfehler beschränkt waren, ergaben ähnliche Ergebnisse. Auch eine Stratifizierung nach Impfstoffhersteller schwächte den Zusammenhang zwischen Impfung und niedriger Neugeborenensterblichkeit laut den Wissenschaftlern nicht ab.

Fazit
In dieser großen bevölkerungsbasierten Studie war die Impfung von Schwangeren mit mRNA-COVID-19-Impfstoffen nicht mit einem erhöhten Risiko für neonatale Nebenwirkungen bei ihren Kindern verbunden. (ac)

Autoren: Norman M et al.
Korrespondenz: Mikael Norman; [email protected]
Studie: Neonatal Outcomes After COVID-19 Vaccination in Pregnancy
Quelle: JAMA 2024;331(5):396–407.
Web: https://doi.org/10.1001/jama.2023.26945