Neurostimulation hilft bei funktionalen Abdomenschmerzen

Abdomenschmerzen
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Eine amerikanische Arbeitsgruppe hat in einer Studie mit Jugendlichen zeigen können, dass die perkutane elektrische Nerven-Feldstimulation (PENFS) in einer solchen Population gegen mit abdominalen Schmerzen assoziierte funktionale gastrointestinale Störungen nachhaltig wirkt.

Nach Randomisierung erhielten 60 der in die Studien eingeschlossenen Probanden (11–18 Jahre) 4 Wochen lang eine PENFS, die übrigen 55 eine Scheinbehandlung. 57 PENFS-Patienten und 47 Kontrollpatienten wurden schließlich in die Primäranalyse eingeschlossen.

Es zeigte sich, dass die Patienten in der PENFS-Gruppe im Vergleich zu den Kontrollen nach 3-wöchiger Behandlung eine stärkere Abnahme des stärksten empfundenen Schmerzes verzeichnen konnten (PENFS: medianer Wert 5,0; Interquartilbereich [IQR] 4,0–7,0]; Kontrollen: 7,0; IQR 5,0–9,0; Quadratmittelwerte der Veränderung beim schlimmsten empfundenen Schmerz 2,15; 95 %-Konfidenzintervall [KI] 1,37–2,93; p<0,0001).

Der Effekt hielt in der PENFS-Gruppe über einen längeren Zeitraum an (medianer Nachbeobachtungszeitraum 9,2 Wochen; IQR 6,4–13,4]): median 8,0 (IQR 7,0–9,0) zu Beginn bis 6,0 (5,0–8,0) beim Follow-up, verglichen mit der Kontrollgruppe: 7,5 (6,0–9,0) zu Beginn bis 7,0 (5,0–8,0) beim Follow-up (p<0,0001). Die medianen Scores auf der Pain Frequency-Severity-Duration(PFSD)-Skala sanken in der PENFS-Gruppe signifikant von 24,5 (IQR 16,8–33,3] auf 8,4 (IQR 3,2–16,2) im Vergleich zur Kontrollgruppe (Abnahme von 22,8 [IQR 8,4–38,2] auf 15,2 [IQR 4,4–36,8]) mit eine durchschnittlichen Senkung von 11,48 (95 %-KI 6,63–16,32; p<0,0001) nach 3 Wochen. Diese Effekte blieben in der PENFS-Gruppe in einem erweiterten Follow-up erhalten, mit median 24,5 (IQR 16,8–33,3) zu Beginn und 12 (3,6–22,5) bei der Nachuntersuchung. In der Kontrollgruppe lagen die entsprechenden Werte bei 22,8 (8,4–38,2) zu Beginn und 16,8 (4,8–33,6) beim Follow-up (p=0,018). Über unerwünschte Wirkungen berichteten 10 Patienten, 3 davon brachen ihre Teilnahme an der Studie ab.

Autoren: Kovacic K et al.
Korrespondenz: Prof. Adrian Miranda, Division of Gastroenterology and Hepatology, Medical College of Wisconsin, Milwaukee, WI 53226, USA; [email protected]
Studie: Neurostimulation for abdominal pain-related functional gastrointestinal disorders in adolescents: a randomised, double-blind, sham-controlled trial
Quelle: Lancet Gastroenterol Hepatol 2017;2(10):727–737.
Web: www.thelancet.com/journals/langas