Newcastle-Krankheit: Weitere 200.000 Vögel werden getötet1. April 2026 (Symbolbild) Foto: © salfuddin – stock.adobe.com In Brandenburger Geflügelhöfen breitet sich die Newcastle-Krankheit weiter aus. Und auch die Vogelgrippe hat viele Vögel das Leben gekostet in diesem Winter. In Brandenburger Geflügelbetrieben müssen wegen der ansteckenden Newcastle-Krankheit weitere 200.000 Tiere getötet werden. Im Landkreis Dahme-Spreewald seien zwei weitere Ausbrüche amtlich festgestellt worden, teilte das Umweltministerium mit. In einem Masthähnchenbetrieb seien etwa 120.000 Tiere betroffen, bei einem Kleinsthalter etwa 30 Tiere. Außerdem sei die Erkrankung in einem bereits betroffenen Betrieb im Landkreis Spree-Neiße in weiteren Ställen mit etwa 76.000 Tieren festgestellt worden, teilte das Ministerium in Potsdam mit. Zu den erforderlichen Maßnahmen gehören nach Angaben des Ministeriums „die tierschutzgerechte Tötung der Tiere und die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand“. Was ist die Newcastle-Krankheit? Die Newcastle-Krankheit – auch atypische Geflügelpest genannt – ist eine hochansteckende Virusinfektion. Zuletzt war die Tierseuche vor rund 30 Jahren in Deutschland aufgetreten. In Deutschland gilt für Geflügelhalter eine Impfpflicht. Wie genau das Virus in die Betriebe kommt, ist bislang nicht geklärt. „Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren kann es zu Bindehautentzündungen kommen“, teilte das Umweltministerium mit. In Brandenburg sei es in diesem Jahr bisher zu 16 Ausbrüchen gekommen. Insgesamt müssen oder mussten bereits rund drei Millionen Tiere getötet werden, wie ein Sprecher des Ministeriums sagte. In den betroffenen Landkreisen sind Schutz- und Überwachungszonen mit besonderen Auflagen für Geflügelhalter eingerichtet. Das bedeutet Stallpflicht und ein Transportverbot für Vögel, Fleisch und Eier. Auch Geflügelmessen und Geflügelmärkte sind untersagt. Das Friedrich-Loeffler-Institut und die StIKo Vet informieren zum Seuchengeschehen: Tiergesundheit aktuell – Das FLI informiert über Newcastle-Krankheit – Biermann Medizin StIKo Vet zu Ausbrüchen der Newcastle Disease – Biermann Medizin Jeder fünfte tote Wildvogel diesen Winter mit Vogelgrippe Der seit dem Herbst grassierende Vogelgrippe-Ausbruch trifft auch Vögel in Berlin. Bei den untersuchten Tieren wird eine hohe Quote festgestellt. Die Verwaltung für Verbraucherschutz zieht Bilanz. Bei 100 von 498 untersuchten toten Wildvögeln in Berlin ist in diesem Winter die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Das Virus sei in diesem Winter bei Wildvögeln praktisch überall verbreitet, teilte die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz auf eine parlamentarische Anfrage der Berliner SPD-Abgeordneten Tamara Lüdke, Linda Vierecke und Turgut Altuğ mit. Die Zahl bildet den Stand vom 5. März wieder. Unter den Höckerschwänen hatten 34 von 48 getesteten toten Tieren einen positiven Test. Bei den Kormoranen hingegen wurden von 243 getesteten Tieren nur 3 positiv auf das Virus getestet. „Dies könnte darauf hinweisen, dass die Kormorane an einer Kombination von akutem Nahrungsmangel aufgrund von zugefrorenen Gewässern sowie starkem Parasitenbefall verendet sind, während die Höckerschwäne der Vogelgrippe erlagen“, erklärte die Senatsverwaltung. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum zwischen dem 22. Oktober 2025 und dem 5. März 2026. In Einzelfällen hätten sich auch Kraniche, Wildgänse, Greifvögel, Möwen, Reiher und Wildenten mit der Vogelgrippe infiziert. Größte je dokumentierte Vogelgrippe Der Subtyp H5N1 ist bei hoher Infektionsdosis prinzipiell auch auf den Menschen übertragbar. Epidemiologen schätzten das Potenzial des Erregers auf den Menschen überzuspringen aber nicht als sehr groß ein, wie die Verbraucherschutzverwaltung erklärt. Seit 2022 grassiert die größte je dokumentierte Vogelgrippewelle, die sich über mehrere Erdteile erstreckt. Das H5N1-Virus befällt vor allem Vögel, wurde aber auch bei mehreren Säugetieren gefunden. Eine H5N1-Infektion bei einem Menschen in Deutschland war dem Robert Koch-Institut zuletzt nicht bekannt.
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