Ausgabe 41/2024

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Mittwoch, 09. Oktober 2024

Liebe Leserinnen und Leser der Ärztlichen Praxis Neurologie Psychiatrie,

wer in Deutschland eine ambulante Psychotherapie benötigt, wartet derzeit rund fünf Monate auf einen Therapieplatz. Diese lange Wartezeit stellt nicht nur für die Betroffenen eine große Herausforderung dar, sondern beeinträchtigt im schlimmsten Fall auch den späteren Behandlungserfolg, da die Symptomatik über den langen Zeitraum chronifizieren kann. Schwerer erkrankte Patienten, die nach einem stationären Aufenthalt nicht zeitnah einen Therapieplatz finden, haben zudem ein erhöhtes Risiko für Rückfälle.

Dem steht eine seit Jahren wachsende Zahl an Therapeuten gegenüber – allein von 2006 bis 2021 hat sich ihre Zahl verdoppelt. Ein Psychologenteam der Universität Duisburg-Essen hat deshalb hinterfragt, warum sich die Versorgungssituation in der Psychotherapie dennoch nicht verbessert, und kommt zu einem brisanten Ergebnis: In der Praxis würden möglicherweise oft Störungen behandelt, die bei genauerer Betrachtung keine sind. Die Ursache hierfür sehen die Wissenschaftler in einer überbordenden Sensibilisierung der Gesellschaft, in der Persönlichkeitsunterschiede und vorübergehende seelische Krisen zunehmend pathologisiert werden. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, der mit steigenden Ausgaben und wahrscheinlich auch sinkenden Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung einhergehen wird, raten die Forschenden daher, Erwachsenen mit psychischen Beeinträchtigungen künftig stärker niederschwellige Angebote wie Coachings, Beratungsgespräche oder Apps anzubieten.

Die detaillierten Argumente der Psychologen sowie weitere interessante Neuigkeiten können Sie im Newsletter nachlesen.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Eva Junker

 

 
 
Vorübergehende Krise, Typsache oder echte Störung: Wer benötigt Psychotherapie?

Vorübergehende Krise, Typsache oder echte Störung: Wer benötigt Psychotherapie?

Trotz vermehrter Behandlungsangebote ist die Nachfrage nach Psychotherapie seit Jahren unvermindert hoch. Psychologen der Universität Duisburg-Essen sehen einen möglichen Grund dafür in einer „Diagnosekultur“ und schlagen eine alternative Herangehensweise vor.

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Virtuelles Komplement-Forum 2024 am 27.11.24

Melden Sie sich jetzt an zur interaktiven Fortbildungsveranstaltung mit Fokus auf klinisch-praktischen Aspekten der Komplementtherapie. Die ärztliche Leitung übernimmt Prof. Martin Grond, Siegen, und diskutiert werden unter anderem die Themen „Impfung bei Immunsuppression“ und „Management komplementvermittelter Erkrankungen im Akut- und Notfallsetting“. CME-Zertifizierung beantragt.

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„Schnitzeljagd“ mit dem Handy erkennt demenzgefährdete Personen

Forschende des DZNE und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben Personen mit erhöhtem Demenzrisiko anhand von Bewegungsdaten identifiziert, die während einer „Schnitzeljagd“ auf dem Uni-Campus per Smartphone erfasst wurden. Sie berichten darüber in der Fachzeitschrift „PLOS Digital Health“.

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VYVGART® zeigte bei Myasthenia gravis raschen Wirkeintritt

VYVGART® ist als s.c. Injektion zur Selbstapplikation innerhalb von 30-90 Sekunden bei AChR-Ak-positiven Patient:innen erhältlich.1,* Studienergebnisse zeigten bei AChR-Ak-positiven Patient:innen bereits nach der ersten Verabreichung Verbesserungen u.a. im MG-ADL-Score+, die in 9 Zyklen wiederholbar beobachtet wurden.2

Pflichtangaben | Quellen

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Wichtiger Signalweg begünstigt seltene Hirntumoren

Wichtiger Signalweg begünstigt seltene Hirntumoren

Tumoren des Plexus choroideus betreffen vor allem Kleinkinder unter einem Jahr. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) konnten jetzt zeigen, dass ein dauerhaft aktivierter wichtiger Signalweg der intrazellulären Kommunikation für die Entstehung dieser seltenen Hirntumoren verantwortlich ist.

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Multiple Sklerose: Frühwarnzeichen im Immunsystem

Durch den Vergleich eineiiger Zwillingen können Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München zeigen, dass bestimmte Immunzellen bereits in frühen Stadien von Multipler Sklerose (MS) eine wichtige Rolle spielen. Die Erkenntnisse könnten dazu beitragen, MS bereits in einem sehr frühen Stadium zu erkennen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Direkt isolierte allogene virus-spezifische T-Zellen bei Progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie. JAMA Neurology, 7. Oktober 2024

Verwendung von Eculizumab bei Neuromyelitis-optica-Spektrum-Störungen. Neurology, 1. Oktober 2024

Faktoren, die den rechtzeitigen Zugang zu Rekanalisationsbehandlungen und die Outcomes beim pädiatrischen ischämischen Schlaganfall bestimmen. Stroke, 1. Oktober 2024

Prognostische Faktoren für Verschlechterung und Verbesserung bei Multipler Sklerose anhand eines Multistate-Modells. Multiple Sclerosis, 28. September 2024

 
 
 
Angststörungen bei Schülern: Herausforderung für Sozialarbeiter

Angststörungen bei Schülern: Herausforderung für Sozialarbeiter

Schon Grundschüler tragen große Probleme mit sich herum. Die Ursache können auch die Eltern sein. Was Schulsozialarbeiter darüber sagen.

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KURZMELDUNGEN:

Um das körperliche und seelische Wohl junger Menschen zu erforschen und zu verbessern, haben sich alle öffentlichen Universitäten in Nordrhein-Westfalen zum Westdeutschen Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit zusammengeschlossen.
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Der Anteil der Männer, die sich wegen psychischer Erkrankungen krankschreiben lassen müssen, hat im ersten Halbjahr 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus Daten der Kaufmännischen Krankenkasse hervor.
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TERMINE:

19. Bamberger Neuro-Psychiatrie-Symposium
26. Oktober 2024
Bamberg

97. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
6. – 9. November 2024
Berlin

32. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
14. – 16. November 2024
Essen

 
 

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