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Liebe Leserinnen und Leser,
der Zeitpunkt der Einnahme von Antihypertensiva spielt laut Forschungsdaten einer kanadischen Arbeitsgruppe keine Rolle für das kardiovaskuläre Risiko. In ihrer randomisierten BedMed-Studie mit mehr als 3300 Patienten zeigten die Autoren, dass weder die morgendliche noch die abendliche Einnahme Vorteile in Bezug auf Tod, Schlaganfall, akutes Koronarsyndrom oder Herzinsuffizienz bot. Auch Nebenwirkungen wie Sehstörungen, kognitive Einschränkungen oder sturzbedingte Ereignisse traten nicht häufiger auf. Damit lässt sich die Einnahmezeit der Blutdruckmedikation an den individuellen Alltag und die Präferenzen der Betroffenen anpassen.
Während die BedMed-Daten verdeutlichen, dass bei der Blutdrucktherapie Flexibilität hinsichtlich der Einnahmezeit möglich ist, rückt eine Studie zu antithrombotischen Strategien nach perkutaner Koronarintervention die Wahl der Medikation in den Vordergrund. In der südkoreanischen SMART-CHOICE-3-Studie erwies sich eine Clopidogrel-Monotherapie nach abgeschlossener dualer Plättchenhemmung im Vergleich zu einer Therapie mit Acetylsalicylsäure als überlegen. Sie reduzierte signifikant das Risiko für Tod, Myokardinfarkt und Schlaganfall, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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