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das Demenzrisiko wird auch durch unterschiedliche vaskuläre Faktoren bestimmt. Eine Auswertung der ARIC-Kohorte mit 1980 Teilnehmenden konzentrierte sich nun auf den Einfluss einer intrakraniellen Atherosklerose, unabhängig von zerebralen Kleingefäßerkrankungen und kardiovaskulären Risikofaktoren. Von den Teilnehmenden hatten 34,6 Prozent eine intrakranielle Atherosklerose und 286 erkrankten über einen medianen Nachbeobachtungszeitraum von 5,6 Jahren an Demenz. Bei denjenigen mit einer intrakraniellen Atherosklerose war das Risiko, an Demenz zu erkranken, je nach Schweregrad der Stenose um bis zu 94 Prozent höher als bei Personen ohne intrakranielle Atherosklerose.
Eine retrospektive Analyse zeigt, dass eine Katheterablation bei Vorhofflimmern mit einem um 56 Prozent geringeren Demenzrisiko im Vergleich zur Kontrollgruppe assoziiert ist. Auch unter Einbeziehung von Patienten mit einer früheren Schlaganfalldiagnose und nach Anpassung an das Sterberisiko zeigte sich ein ähnliches Ergebnis. Damit legt die Studie die separaten Effekte einer Ablation offen und hebt die Bedeutung einer optimierten oralen Antikoagulation in Kombination mit einer Ablation hervor.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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