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Forschende der Universitätsmedizin Mainz zeigen in einer systematischen Übersichtsarbeit, dass Entstehung und Verlauf der Herzinsuffizienz nicht allein von klassischen Risikofaktoren abhängen. Neben Hypertonie und Bewegungsmangel beeinflussen Umweltfaktoren wie Feinstaub, Lärm, Hitze, nächtliches Kunstlicht und toxische Metalle das Erkrankungsrisiko über Jahre hinweg. Besonders betroffen sind sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Die Autoren plädieren deshalb für eine Prävention, die medizinische Strategien mit Umwelt- und Gesundheitsschutz verbindet.
Wie stark sozialer oder emotionaler Stress chronisch-entzündliche Darmerkrankungen beeinflussen kann, verdeutlicht eine Studie aus den USA. In einem Mausmodell verschärfte Stress die Colitis über eine Aktivierung der β-adrenergen Signalübertragung, gesteigerten oxidativen Stress und eine Schwächung der epithelialen Barriere. Die Hemmung der Bildung reaktiver Sauerstoffspezies milderte die Entzündung, während die Blockade der Cortisol-Signalwege keinen Effekt zeigte. Die Ergebnisse stützen die Einordnung von Stress als biologisch messbaren Krankheitsfaktor und unterstreichen den Bedarf an ganzheitlichen, personalisierten Therapiekonzepten.
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