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Liebe Leserinnen und Leser,
die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ positioniert sich gegen restriktive Krebsdiäten und Fasten. Für ketogene Kost oder Diäten nach Budwig und Breuß fehlt ein belegter Nutzen. Zugleich besteht ein Risiko für Mangelernährung mit negativen Auswirkungen auf Therapieansprechen, Komplikationsrate und Mortalität. Neu aufgenommen wurden differenzierte Empfehlungen zur Ernährung bei onkochirurgischen Eingriffen, inklusive präoperativer Risikostratifizierung und frühzeitiger künstlicher Ernährung. In der Palliativsituation wird eine regelmäßige Zielüberprüfung enteraler oder parenteraler Maßnahmen sowie eine proaktive, empathische Kommunikation gefordert.
Wie stark systemische Faktoren den Krankheitsverlauf beeinflussen, zeigt auch eine aktuelle Arbeit aus Bonn zur Kontrolle einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV). Die Forschenden nutzten Genomsequenz-Daten aus der UK Biobank und dem US‑Programm „All of Us“, um aus sogenannten EBV‑Reads ein Surrogatmaß der Viruslast abzuleiten. Erhöhte EBV‑Reads fanden sich häufiger bei immungeschwächten Personen, bei Rauchern sowie im Winter. Zudem identifizierten die Forschenden genetische Assoziationen im Haupthistokompatibilitätskomplex-Locus und weiteren Immunregionen. Die Ergebnisse liefern neue Ansatzpunkte, um EBV‑assoziierte Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen künftig besser zu verstehen und gezielter zu adressieren.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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