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eine bevölkerungsbasierte Querschnittsstudie aus Singapur verdeutlicht, dass hospitalisierte Erwachsene mit respiratorischer Synzytialvirus-Infektion (RSV) ein höheres Risiko für akute kardiovaskuläre Komplikationen aufweisen als Patienten mit COVID-19 oder Influenza. Besonders häufig traten unter RSV Rhythmusstörungen und Herzinsuffizienz auf. Bei Krankenhausaufenthalten im Zeitraum 2023–2024 war die Wahrscheinlichkeit für Herzinsuffizienz nach RSV-Infektion sogar mehr als doppelt so hoch wie bei Impfdurchbrüchen durch Influenza. Die Daten unterstreichen die Relevanz einer RSV-Impfung insbesondere für Menschen mit kardiovaskulären Vorerkrankungen.
Die Frage nach protektiven Ansätzen bei vulnerablen Patientengruppen bewegt auch die diabetologische Forschung: Zwei neue Studien zeigen, dass GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1RA) und SGLT2-Inhibitoren (SGLT2i) potenziell auch neuroprotektive Effekte haben. Während eine Metaanalyse aus Irland nur für GLP-1RA eine signifikante Reduktion des Demenzrisikos ergab, identifizierte eine große Real-World-Studie aus den USA bei beiden Wirkstoffklassen einen vergleichbaren Schutzeffekt gegenüber Alzheimer und verwandten Demenzen. Diese Ergebnisse liefern erste Hinweise darauf, dass moderne Antidiabetika über ihre bekannten Vorteile hinaus auch zur Prävention kognitiver Beeinträchtigungen beitragen könnten.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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