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Liebe Leserinnen und Leser,
eine internationale Arbeitsgruppe untersuchte in einer Metaanalyse die Wirksamkeit sechs verschiedener diätetischer Maßnahmen beim Reizdarmsyndrom (RDS). Dazu analysierte sie 28 Studien mit mehr als 2300 Teilnehmenden. Am wirksamsten zeigte sich eine zuckerreduzierte Diät im Hinblick auf die Verbesserung der RDS-Symptome. Die Low-FODMAP-Diät schnitt besonders bei Blähungen und Völlegefühl günstig ab, während sie bei Bauchschmerzen und Stuhlgewohnheiten der zuckerreduzierten Diät teilweise unterlegen war. Die Beweisstärke der meisten Vergleiche bewerteten die Autoren als niedrig, sodass weitere Studien erforderlich sind – insbesondere zur mediterranen Ernährung, die in der Praxis zunehmend Beachtung findet.
Parallel dazu rückt mit der personalisierten Ernährung ein weiterer Ansatz in den Fokus: Die Autoren einer US-amerikanischen Studie testeten eine Eliminationsdiät, die auf einem RDS-spezifischen Immunglobulin(Ig)-G-Assay basiert. Von 238 Probanden erreichte ein signifikant größerer Anteil der Teilnehmenden aus der Diätgruppe eine relevante Reduktion der Bauchschmerzintensität als in der Kontrollgruppe. Damit könnte eine IgG-gestützte Eliminationsdiät einen personalisierten Therapieansatz darstellen – auch wenn zur Bestätigung noch größere Studien notwendig bleiben.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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