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eine Studie aus den USA zeigt, dass eine offene Placebobehandlung bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen die Schmerzintensität einen Monat nach der Behandlung signifikant reduzieren kann. Zudem verbesserten sich langfristig Parameter wie Depression, Ärger, Angst und die Schlafqualität. Funktionelle MRT-Untersuchungen legen nahe, dass die offene subkutane lumbale Injektion einer Kochsalzlösung spezifische Hirnmechanismen aktiviert, die mit der Schmerzregulation und der opioidergen Funktion assoziiert sind.
Ein Team aus Kopenhagen untersuchte in einer Phase-II-Studie den monoklonalen Antikörper Lu AG09222 als neuen Therapieansatz zur Migräneprävention. Bei Personen mit mindestens acht Migränetagen pro Monat, die auf frühere Präventionsversuche nicht angesprochen hatten, reduzierte eine einmalige intravenöse Gabe des Wirkstoffs die Migränehäufigkeit in den ersten vier Wochen signifikant stärker als Placebo (−6,2 vs. −4,2 Tage). Unerwünschte Ereignisse wie COVID-19, Nasopharyngitis und Fatigue traten in der Interventionsgruppe häufiger auf.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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