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Liebe Leserinnen und Leser,
eine groß angelegte taiwanesisch-chinesische Analyse verdeutlicht, wie stark chronische postoperative Schmerzen (CPSP) die langfristige Gesundheit beeinflussen können. In einer Propensity-Score-gematchten Studie mit mehr als 142.000 Patienten zeigte sich ein signifikant erhöhtes Demenzrisiko, wenn nach einer größeren Operation über einen längeren Zeitraum Analgetika eingenommen wurden. Auch nach statistischer Anpassung blieb die Hazard Ratio mit 1,31 erhöht. Die Autoren betonen, dass gezielte CPSP-Managementstrategien ein potenzielles Instrument zur Demenzprävention darstellen.
Die Früherkennung neurodegenerativer Erkrankungen rückt auch bei der Parkinson-Krankheit immer stärker in den Fokus. US-amerikanische Forschende konnten zeigen, dass die Kombination dreier nichtmotorischer Symptome – Verstopfung, wahrscheinliche REM-Schlaf-Verhaltensstörung und Hyposmie – ein starker Prädiktor für die Entwicklung eines klinisch manifesten Morbus Parkinson innerhalb von drei Jahren ist. Männer mit allen drei Merkmalen hatten ein 23-fach erhöhtes Risiko für eine Parkinson-Diagnose. Entsprechende Screening-Parameter könnten künftig eine wichtige Rolle spielen, um Hochrisikopatienen frühzeitig zu identifizieren.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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