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Forschende aus den USA untersuchten bei mehr als 11.000 Erwachsenen mittleren Alters ohne bekannte kardiovaskuläre Vorerkrankung die Bedeutung von Bluthochdruck in Rückenlage für das kardiovaskuläre Risiko. Ihre Ergebnisse zeigen: Eine Hypertonie im Liegen ist unabhängig von einer Hypertonie im Sitzen mit einem signifikant erhöhten Risiko für Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Gesamtmortalität assoziiert. Die Autoren betrachten daher Bluthochdruck in Rückenlage als einen eigenständigen Risikofaktor und empfehlen, diesen künftig stärker in Diagnose und Therapie zu berücksichtigen.
Ein wenig überraschendes, gleichwohl aber eindrückliches Ergebnis liefert die Metaanalyse einer US-amerikanischen Arbeitsgruppe aus San Francisco. Nach Auswertung von 100 Studien, in denen Dermatologen und Hausärzte Hautläsionen untersuchten, zeigten sich deutliche Unterschiede in der diagnostischen Genauigkeit bei Hautkrebs. Experten auf ihrem Gebiet erzielten mittels Dermatoskopie höhere Sensitivitäts- und Spezifitätswerte als Hausärzte oder Kollegen ohne Dermatoskopie. So diagnostizierten erfahrene Dermatologen im Vergleich zu Hausärzten mit 13,3‑fach höherer Wahrscheinlichkeit ein Melanom mittels dermatoskopischer Bilder korrekt.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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