|
Liebe Leserinnen und Leser,
eine Metaanalyse US-amerikanischer Forschender bestätigt den Einfluss ungesunder Ernährungsgewohnheiten auf chronische Erkrankungen. Im Vergleich zu keinem Konsum zeigte sich ein moderater Anstieg der Erkrankungsrisiken. So war der Verzehr von verarbeitetem Fleisch mit einem um mindestens elf Prozent erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes und einem um sieben Prozent erhöhten Risiko für ein kolorektales Karzinom assoziiert. Der Konsum zuckergesüßter Getränke führte zu einem Anstieg des Diabetesrisikos um mindestens acht Prozent, während Transfettsäuren das Risiko für Herzkrankheiten um mindestens drei Prozent erhöhten. Trotz uneinheitlicher Datenlage empfehlen die Forschenden, den Konsum dieser Lebensmittel deutlich einzuschränken, um langfristige Gesundheitsrisiken zu verringern.
Auch bei bestehenden Erkrankungen spielt Ernährung eine entscheidende Rolle. So betonen die neuen Leitlinien des American College of Gastroenterology die Bedeutung einer gezielten Ernährungsintervention bei Patienten mit Leberzirrhose. Mangelernährung – häufig in Form eines Mikronährstoffmangels wie Zinkdefizit – ist bei Lebererkrankungen weit verbreitet und beeinflusst Prognose, Transplantations- und Mortalitätsraten erheblich. Empfohlen werden kleine, häufige Mahlzeiten, ein abendlicher Snack und eine ausreichende Proteinzufuhr. Pflanzliche Eiweißquellen und verzweigtkettige Aminosäuren können zusätzlich positive Effekte auf den Krankheitsverlauf haben.
Lesen Sie mehr zu diesen und weiteren Themen aus der Allgemeinmedizin im heutigen Newsletter und auf unserem Fachportal „kompakt-allgemeinmedizin.de“.
Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
|