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eine Arbeitsgruppe um Erstautor PD Dr. Sebastian Ziegelmayer von der Technischen Universität München weist in ihrer Studie auf einen Zusammenhang zwischen chronischen Rückenschmerzen und der muskulären Zusammensetzung hin. Untersucht wurden mehr als 27.000 Erwachsene mittels Ganzkörper-Magnetresonanztomographie. Die Analysen ergaben, dass chronische Rückenschmerzen signifikant mit einem erhöhten intramuskulären Fettgehalt und einer reduzierten mageren Muskelmasse assoziiert waren. Aufgrund des Querschnittdesigns ziehen die Autoren jedoch keine kausalen Schlüsse und fordern weiterführende, multidisziplinäre Studien.
Welche Rolle gruppenspezifische Faktoren in Programmen für Menschen mit chronischen Schmerzen spielen, haben Forschende aus Australien in einer Metasynthese untersucht. Analysiert wurden 93 qualitative Studien mit insgesamt 1806 Teilnehmenden. Die Auswertung identifizierte drei zentrale Themen: die Interaktion mit Gleichaltrigen, soziale Vergleiche innerhalb der Gruppe sowie längerfristige Veränderungen durch Gruppenerfahrungen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Gruppe selbst einen eigenständigen Beitrag zur Wirksamkeit leisten kann. Die Autoren plädieren daher dafür, Gruppenfaktoren künftig stärker zu berücksichtigen.
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Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und eine gute Woche.
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