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Wissenschaftler aus Australien haben auf Basis der Burden-of-Disease-Datenbank in zwei unterschiedlichen Szenarien untersucht, wie sich in ihrem Land hohe Temperaturen im Zuge des Klimawandels auf kardiovaskuläre Erkrankungen auswirken könnten. Für die 2030er- und 2050er-Jahre prognostizieren die Forschenden einen deutlichen Anstieg. Im ungünstigeren Fall erwarten sie mehr als eine Verdopplung der Last bis Mitte des Jahrhunderts. Die Auswirkungen könnten jedoch durch Maßnahmen zur Anpassung an das wärmer werdende Klima abgemildert werden.
Auch andere Umweltfaktoren beeinflussen die Krankheitslast chronischer Erkrankungen. So zeigte eine Arbeitsgruppe aus Taiwan, dass selbst niedrige, aber langfristige Belastungen mit Luftschadstoffen das Asthmarisiko signifikant erhöhen. Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei Personen mit einem hohen polygenen Risikoscore. In der Analyse von knapp 10.000 Probanden verstärkten Feinstaub, Stickstoffdioxid, Ozon und Mangan die genetisch bedingte Anfälligkeit deutlich. Die Autoren betonen daher die Bedeutung eines personalisierten Gesundheitsmanagements für Risikopatienten.
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