|
Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
wird ein Kind mit unerklärlicher Atemnot oder Kurzatmigkeit vorstellig, sollte man auch eine akute Lungenembolie als Ursache in Betracht ziehen. Denn diese ist neuen US-amerikanischen Daten zufolge bei Kindern mit verdächtigen Symptomen häufiger als bislang angenommen – und bezüglich der Häufigkeit sogar vergleichbar mit der bei Erwachsenen. Die ersten Daten der multizentrischen Studie BEEPER wurden kürzlich auf der internationalen Konferenz der American Thoracic Society (ATS 2025) vorgestellt. Die Studie liefert Klinikern außerdem Kriterien für einen evidenzbasierten Ansatz zur Untersuchung auf Lungenembolie bei Kindern, die andernfalls nicht diagnostiziert worden wären.
In dem Innovationsfondsprojekt KOMPASS D2 wurde an sechs Klinikstandorten in Münster und Umgebung eine neue Versorgungsform implementiert, die die stationäre Delirrate bei älteren Patienten mit kognitiven Defiziten minimieren sollte. Neben dem Ausbau einer umfassenden Versorgungskette stand die Errichtung eines telemedizinischen Kompetenznetzwerkes im Fokus des Projektes, welches eine ortsübergreifende Betreuung von Risikopatienten zum Ziel hatte. Die begleitende wissenschaftliche Evaluation des Projektes zeigt zwar, dass die Intervention die Delir-Inzidenz senken konnte, die Ergebnisse sind für den Gemeinsamen Bundesausschuss insgesamt jedoch nicht belastbar genug, um sich für eine Empfehlung zur breiteren Umsetzung des erprobten Angebotes auszusprechen. Was stattdessen mit den Erkenntnissen geplant ist, lesen im entsprechenden Beitrag.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre,
|