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Liebe Leserinnen und Leser,
die hochriskante Lungenembolie ist durch eine hämodynamische Instabilität mit hoher Mortalität gekennzeichnet. Besonders schwere Verläufe – auch als „katastrophale Lungenembolie“ bezeichnet – erfordern häufig eine mechanische Kreislaufunterstützung durch eine venoarterielle Extrakorporale Membranoxygenierung ( VA-ECMO). Leitlinien empfehlen in diesen Situationen eine Kombination aus ECMO und frühzeitiger mechanischer Reperfusionstherapie (kathetergestützte Therapie oder chirurgische Embolektomie), doch der tatsächliche Zusatznutzen gegenüber einer alleinigen ECMO ist aufgrund begrenzter Daten unklar. In einer aktuellen Studie im „American Journal of Critical Care and Respiratory Medicine“ reduzierte die frühzeitige Reperfusionstherapie jedoch weder die 90-Tage-Mortalität noch die ECMO-Dauer signifikant. Nach Ansicht der Forscher sollte daher in einem schrittweisen und individualisierten Ansatz erwogen werden, die isolierte ECMO-Therapie einer routinemäßigen frühzeitigen mechanischen Reperfusion vorzuziehen.
Die Organspende nach Herz-Kreislauf-Stillstand ist in anderen europäischen Staaten wie der Schweiz oder Spanien längst etabliert – in Deutschland bleibt dieses Potenzial bislang ungenutzt. Aktuelle Modellrechnungen zeigen, dass durch die Einführung einer solchen Praxis auch hierzulande deutlich mehr Spenderorgane gewonnen werden könnten. Die Forscher hoffen, mit ihrer Studie die Debatte zum Thema Organspende – die bislang vor allem um das Thema Widerspruchslösung kreiste – zu erweitern.
Eine erkenntnisreiche Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen
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