Ausgabe 45/2024

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Montag, 04. November 2024

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

Frauen versterben nach kardiovaskulären Hochrisikooperationen mit höherer Wahrscheinlichkeit als Männer. Dieser Umstand ist bekannt. Ob der Grund dafür in einer allgemein höheren Komplikationsrate bei den Frauen liegt oder daran, dass Frauen mit einer Komplikation seltener gerettet werden, untersuchte eine aktuelle US-Studie. Sie liefert Hinweise, dass eine bessere Erkennung von und Reaktion auf postoperative Komplikationen, insbesondere bei Frauen, notwendig ist, um diese Ungleichheit zu verringern. Denn: In der Beobachtungsstudie mit mehr als 850.000 eingeschlossenen Patientinnen und Patienten unterschieden sich Art und Häufigkeit der Komplikationen nicht zwischen den Geschlechtern – dennoch starben Frauen signifikant häufiger daran.

Mit dem Ziel, Mitarbeitende auf Intensivstationen vor hohen psychischen Belastungen zu schützen und die psychosoziale Versorgung von Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern, ist jüngst ein Pilotprojekt auf acht Intensivstationen an drei deutschen Universitätskliniken gestartet. Gelingen soll dies durch Integration eines Psychologen oder einer Psychologin in das Stationsteam. Wird die Machbarkeit der Maßnahmen bestätigt, soll in einer anschließenden Wirksamkeitsstudie untersucht werden, inwieweit die geplanten Mittel die psychische Belastung reduzieren können.

Die Details sowie weitere spannende Neuigkeiten ihres Fachgebietes lesen Sie im heutigen Newsletter. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Trotz gleicher Komplikationsraten: Frauen versterben häufiger nach Herz-OP

Trotz gleicher Komplikationsraten: Frauen versterben häufiger nach Herz-OP

Nach einer hochrisikoreichen Herz- und Gefäßoperation entwickeln Frauen in den USA mit gleicher Wahrscheinlichkeit postoperative Komplikationen wie Männer – aber versterben daran signifikant häufiger, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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Pilotprojekt zur psychosozialen Unterstützung in der Intensivmedizin startet Praxistest

In einem Pilotprojekt werden auf insgesamt acht Intensivstationen an drei deutschen Universitätskliniken Maßnahmen zur Entlastung von Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen erprobt.

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Drei Anzeichen für ein schweres Trauma könnten die Behandlung von schwer verletzten Kindern beschleunigen

Drei Anzeichen für ein schweres Trauma könnten die Behandlung von schwer verletzten Kindern beschleunigen

Schwer verletzte Kinder, die von ihren Eltern oder Betreuern in eine medizinische Notaufnahme gebracht werden, werden oft nicht so schnell behandelt wie Kinder, die mit dem Rettungswagen kommen. Dies geht aus einer Studie hervor, die auf dem Europäischen Kongress für Notfallmedizin (EUSEM) in Kopenhagen, Dänemark, vorgestellt wurde.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Mobiles Schlaganfallmanagement bei Patienten mit akutem ischämischen Schlaganfall, die für eine intravenöse Thrombolyse infrage kommen. JAMA Neurol 28.10.2024

Restriktive versus liberale Transfusionsstrategie bei Patienten mit akutem Hirntrauma: Die randomisierte klinische Studie TRAIN. JAMA 09.10.2024

Videolaryngoskopie im Vergleich zur direkten Laryngoskopie bei der trachealen Intubation durch erfahrene Anästhesisten: eine Metaanalyse und sequenzielle Analyse randomisierter kontrollierter Studien. Anaesthesia 21.10.2024

 
 

Mobile Schlaganfalldiagnostik mit der StrokeCap

Forschende der Julius-Maximilians-Universität und des Uniklinikums Würzburg haben ein tragbares Gerät zur mobilen Schlaganfalldiagnostik entwickelt und damit einen von fünf Medical Valley Awards des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gewonnen.

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Ein interprofessioneller Blick auf den Notarztdienst

Ein interprofessioneller Blick auf den Notarztdienst

Was der „Telenotarzt“ bringt, worauf es bei der Luftrettung ankommt oder welche grundlegenden und besonderen Kompetenzen ein Notarzt braucht – diese Fragen standen im Mittelpunkt der interprofessionellen DKOU-Session zum Notarztdienst.

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KURZMELDUNGEN:

Obwohl mehr Frauen als Männer heute Medizin studieren, sind sie in Spitzenpositionen noch deutlich in der Unterzahl. Der Deutsche Ärztinnenbund möchte das ändern und hat konkrete Ideen.
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PD Dr. Alexander Raddatz übernimmt zum 1. Dezember 2024 die Leitung der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt.
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Zum Weltschlaganfalltag warnte die Deutsche Krankenhausgesellschaft vor Rückschritten bei der Schlaganfallversorgung durch die Krankenhausreform.
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TERMINE:

3. Fürther Anästhesie Intensivmedizin Repetitorium (FAIR)
12.–14. November 2024
Fürth

Anästhesie Update 2024
15.–16. November 2024
Mainz

23. St.Galler Airway Management Symposium
15.–16. November 2024
St. Gallen, Schweiz

„Der ältere Mensch im OP“ - Praktische Anregung zur Delirprophylaxe
21.–22. November 2024
Münster/online

Critical Care Ultrasound
21.–23. November 2024
Hannover

 
 

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