|
Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
Frauen versterben nach kardiovaskulären Hochrisikooperationen mit höherer Wahrscheinlichkeit als Männer. Dieser Umstand ist bekannt. Ob der Grund dafür in einer allgemein höheren Komplikationsrate bei den Frauen liegt oder daran, dass Frauen mit einer Komplikation seltener gerettet werden, untersuchte eine aktuelle US-Studie. Sie liefert Hinweise, dass eine bessere Erkennung von und Reaktion auf postoperative Komplikationen, insbesondere bei Frauen, notwendig ist, um diese Ungleichheit zu verringern. Denn: In der Beobachtungsstudie mit mehr als 850.000 eingeschlossenen Patientinnen und Patienten unterschieden sich Art und Häufigkeit der Komplikationen nicht zwischen den Geschlechtern – dennoch starben Frauen signifikant häufiger daran.
Mit dem Ziel, Mitarbeitende auf Intensivstationen vor hohen psychischen Belastungen zu schützen und die psychosoziale Versorgung von Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen nachhaltig zu verbessern, ist jüngst ein Pilotprojekt auf acht Intensivstationen an drei deutschen Universitätskliniken gestartet. Gelingen soll dies durch Integration eines Psychologen oder einer Psychologin in das Stationsteam. Wird die Machbarkeit der Maßnahmen bestätigt, soll in einer anschließenden Wirksamkeitsstudie untersucht werden, inwieweit die geplanten Mittel die psychische Belastung reduzieren können.
Die Details sowie weitere spannende Neuigkeiten ihres Fachgebietes lesen Sie im heutigen Newsletter. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.
|