|
Liebe Leserinnen und Leser,
wir starten in den Herbst – und damit in die Saison der Erkältungskrankheiten. Als neuer treuer Begleiter wird SARS-CoV-2 wohl auch in diesem Jahr wieder den ein oder anderen COVID-19-Fall in die Kliniken treiben. Während die Erkrankung in den Publikumsmedien und vielen Köpfen der Otto-Normal-Bürger aufgrund einer breiten Immunität in der Bevölkerung nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, bleibt die Behandlung schwer betroffener Patienten eine Herausforderung. Daher ist COVID-19 auch weiterhin Gegenstand klinischer Forschung.
So entdeckte eine internationale Studiengruppe unter Leitung von Forschenden aus Australien und Großbritannien jüngst, dass die Inhalation von unfraktioniertem Heparin bei hospitalisierten COVID-19-Patienten sowohl die Wahrscheinlichkeit für eine Intubation reduziert als auch das Mortalitätsrisiko senkt. Die Forschenden führen das auf die Eigenschaften von inhalativem Heparin zurück, das neben der antikoagulativen auch eine antivirale und antiinflammatorische Wirkung besitzt. In der Vergangenheit hatte sich inhalatives Heparin bereits als hilfreich für geschädigte Lungen erwiesen – etwa nach dem Einatmen von Rauchgasen und dadurch entstandenen Hitzeschäden des Gewebes oder bei Patienten mit COPD. Der positive Effekt bei COVID-19 ist somit nicht ganz überraschend, aber durchaus spannend – möglicherweise könnte er auch bei anderen Atemwegsinfektionen eintreten.
Weitere spannende Themen im heutigen Newsletter umfassen die neue S2k-Leitlinie Transthorakale Echokardiographie, Herausforderungen für die präklinische Versorgung von Schlaganfallpatienten, den neuerlichen Anlauf für die Widerspruchslösung bei der Organspende sowie Fake-Gesundheitstipps auf TikTok und Co.
Eine infromative Lektüre wünscht,
|