Ausgabe 28/2025

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Montag, 07. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

die mechanische Beatmung zählt zum Alltag auf Intensivstationen – doch wie viel Sauerstoff ist tatsächlich optimal? Die neue UK-ROX-Studie liefert mit Daten von mehr als 16.000 Patienten eine ernüchternde, aber wichtige Erkenntnis: Weniger Sauerstoff ist nicht zwingend besser – aber auch nicht gefährlich. Der Weg zur idealen Versorgung führt also nicht über starre Standards, sondern – wie so oft – über ein personalisiertes Vorgehen.
Frauen mit akutem Koronarsyndrom sind keine „kleineren Männer“ – genau das betont ein neues Konsensus-Statement europäischer Kardiologen. Es ruft eindringlich dazu auf, die antithrombotische Therapie nach akutem Koronarsyndrom stärker an die weibliche Biologie anzupassen. Unterschiedliche Symptome, höhere Blutungsrisiken, spezielle Herzinfarktformen: All das verlangt nach maßgeschneiderten Lösungen. Die aktuell publizierten Empfehlungen richten sich nicht nur an Vertreter der Kardiologie, sondern auch der Notfallmedizin, Allgemeinmedizin und klinischen Forschung – mit dem Ziel, geschlechterspezifische Unterschiede künftig konsequent in Diagnostik, Therapie und Forschung zu integrieren.
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Mechanische Beatmung: Reduzierte Sauerstoffsättigung beeinflusst die Überlebenschancen kritisch Kranker nicht

Mechanische Beatmung: Reduzierte Sauerstoffsättigung beeinflusst die Überlebenschancen kritisch Kranker nicht

Die Reduzierung der zusätzlichen Sauerstoffzufuhr für Intensivpatienten bringt laut einer neuen Studie keine eindeutigen und offensichtlichen gesundheitlichen Vorteile mit sich – beeinträchtigt aber auch nicht ihre Überlebenschancen.

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Herzinfarkt: Neue Empfehlungen zur geschlechterspezifischen antithrombotischen Therapie

Frauen mit akutem Koronarsyndrom erleiden häufiger Blutungskomplikationen als Männer. Ein aktuelles Konsensus-Statement gibt konkrete Empfehlungen zur antithrombotischen Therapie bei Frauen.

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Krankheit betrifft die ganze Familie: Angehörigenberatung in NeuroIntensivstation und Frühreha

Krankheit betrifft die ganze Familie: Angehörigenberatung in NeuroIntensivstation und Frühreha

Was macht eine gute Angehörigenberatung in der NeuroIntensivmedizin und der Frührehabilitation aus? Die Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) gibt in einem Interview mit einem erfahrenen Team Einblicke.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Strategien zur Präoxygenierung bei der Intubation kritisch kranker Patienten: eine systematische Übersicht und Netzwerk-Metaanalyse randomisierter Studien.
Lancet Respir Med 2025;13(7):585–596.

Auswirkungen der kombinierten intrathekalen Verabreichung von Dexmedetomidin und Lokalanästhetika auf die Dauer der Analgesie bei Spinalanästhesie: eine systematische Übersicht und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien.
Br J Anaesth 2025;134(5):1580–1587.

Ethnische Unterschiede bei der ungedeckten Schmerzbehandlung, der Zufriedenheit mit der Schmerzbehandlung und dem anschließenden Opioidmissbrauch: Sekundäranalyse einer nationalen multizentrischen randomisierten kontrollierten Studie.
J Gen Intern Med 25.06.2025.

 
 

Podiumsdiskussion über die Zukunft der modernen Intensivmedizin

Wie gelingt es, schwerkranke Patienten auf ihrem Weg zurück ins Leben bestmöglich zu begleiten? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Online-Podiumsdiskussion, zu der die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) eingeladen hatte.

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Mehr verfügbare Krankenhausbetten führen zu mehr Behandlungsfällen

Mehr verfügbare Krankenhausbetten führen zu mehr Behandlungsfällen

Wie eine Studie des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigt, stimuliert eine hohe Bettenkapazität die Nachfrage nach stationären Leistungen bei geringer Hausarztdichte. Hohe Fallzahlen in Kliniken bedeuten nicht immer eine hohe Krankheitslast.

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KURZMELDUNGEN:

Zum Tag der Intensivmedizin forderte die DIVI „starke Teams, gesellschaftliche Verantwortung und klare Perspektiven“.
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In einem bewegenden Nachruf gedenkt die DGAI ihrem Ehrenmitglied Dr. Manfred Specker, der sich zu Lebzeiten für verschiedene Belange der deutschen Anästhesiologie eingesetzt hat.
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Um ambulante Eingriffe bei Kindern und Menschen mit Behinderungen zu sichern, unterstützt der BDA eine aktuelle Petition – und fordert seine Mitglieder auf, es ihm gleich zu tun.
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TERMINE:

CLEAN – Charité Lehrgang zur Abwendung Nosokomialer Infektionen
15. Juli 2025
Berlin

3. Intensivpflegesymposium der Medizinischen Hochschule Hannover
4. September 2025
Hannover

Anästhesietage Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
26.–27. September 2025
Leipzig

 
 

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