Ausgabe 03/2025

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Montag, 13. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

in Deutschland versterben jährlich mindestens 85.000 Menschen an einer Sepsis. Schätzungen, die im Rahmen des Innovationsfond-Projektes OPTIMISE gemacht wurden, gehen sogar von rund 140.000 Sepsis-bedingten Todesfällen pro Jahr aus. Wer eine Sepsis überlebt, trägt außerdem ein hohes Risiko für Langzeitfolgen der Blutstrominfektion. Somit geht die Sepsis nicht nur mit einem erheblichen Leidensdruck für die Betroffenen und deren familiäres Umfeld einher, sondern auch mit immensen Kosten für das Gesundheitssystem.

Seit Jahren wird daher beispielsweise von der Sepsis-Stiftung – neben weiteren Maßnahmen – auf die Einführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen in deutschen Krankenhäusern gepocht. Kurz vor Weihnachten machte nun der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) einen Schritt in diese Richtung. Er beschloss die Grundlagen für das Messen und einrichtungsvergleichende Bewerten der relevanten Qualitätskriterien. Das neue Qualitätssicherungsverfahren, dessen Datenerhebung voraussichtlich im Januar 2026 starten wird, soll die Kliniken regelmäßig darüber in Kenntnis setzen, an welchen Punkten die internen Abläufe oder Strukturen optimiert werden müssen.

Eine individualisierte und gezielte Auswahl von Antibiotika zur Sepsis-Behandlung soll indes ein neues auf Künstlicher Intelligenz basierendes Modell ermöglich, das Wissenschaftler aus Koblenz und Bonn entwickelten. Die Forschungsgruppe präsentierte das Modell namens OptAB in dem zur „Nature“-Gruppe gehörenden Fachjournal „npj Digital Medicine“. Sie hoffen, dass es den Weg für eine neue Ära in der individualisierten Sepsis-Therapie ebnet.

Und auch die im Appell www.gesundheitsreform.jetzt – initiiert u.a. von der Sespsis-Stiftung sowie dem Aktionsbündnis Patientensicherheit – gestellte Forderung zur Einführung einer elektronischen Patientenakte (ePA) wird in diesem Jahr endlich umgesetzt. Diese sei „eine elementare Grundvoraussetzung für Qualitätssicherung, Prävention und Forschung und für das Erfassen belastbarer Zahlen zur Abschätzung der Krankheitslast“, heißt es in dem Appell. Kurz vor dem Start in den Modellregionen hob Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach in der vergangenen Woche die Vorzüge des von ihm vorangetriebenen Projektes der ePA hervor.

Lesen Sie Details sowie weitere spannende Meldungen aus Ihrem Fachgebiet im heutigen Newsletter. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche und das neue Jahr.




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Diagnostik und Therapie von Sepsis: G-BA ermöglicht Qualitätsvergleich von Krankenhäusern

Diagnostik und Therapie von Sepsis: G-BA ermöglicht Qualitätsvergleich von Krankenhäusern

Ein neues Qualitätssicherungsverfahren soll dazu beitragen, die frühzeitige Diagnostik und umgehende Behandlung der Sepsis in Krankenhäusern weiter zu verbessern. 

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KI-Modell zur optimierten Antibiotikaauswahl in der Sepsis-Therapie

Bei einer Sepsis ist die gezielte Auswahl der passenden Antibiotika entscheidend für den Verlauf der Infektion und die Prognose der Betroffenen. Ermöglichen soll dies ein neu entwickeltes, auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierendes Modell.

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Testphase der elektronischen Patientenakte beginnt: „Medizin wie man sie sich noch nicht vorstellen kann“

Testphase der elektronischen Patientenakte beginnt: „Medizin wie man sie sich noch nicht vorstellen kann“

Knapp eine Woche vor dem Start der elektronischen Patientenakte (ePA) in Modellregionen hob Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach in einer Kölner Arztpraxis hervor, dass die ePA sicher vor Hackern sei und enorme Vorteile für Patienten biete.

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Bessere Kommunikation erhöht Sicherheit auf der Intensivstation

Das Projekt ICU-Support soll den Informationsaustausch im Rahmen der hochkomplexen Arbeit intensivmedizinischer Teams verbessern und so die Patientensicherheit erhöhen. Nun wurde das Projekt mit dem  Deutschen Preis für Patientensicherheit ausgezeichnet.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ein Vergleich von Materialien für peripher eingeführte zentralvenöse Katheter.
N Engl J Med 2025;392:161–172.

Prospektive, doppelblinde randomisierte klinische Studie: Vergleichende Studie zum Einsetzen der Wehenanalgesie bei Injektion einer Ladedosis über eine Epiduralnadel im Vergleich zu einem Katheter.
Eur J Anaesthesiol 2025;42(2):113-121.

Treibhausgasemissionen durch Inhalationsanästhetika in den Niederlanden, Nutzungsdaten und eine Umfrage unter niederländischen Anästhesisten über ihre Präferenzen.
Eur J Anaesthesiol Intensive Care 2025;4(1):e0065.

 
 
 
Ersthelfer-App: Mehr Menschen nach Herzstillstand retten

Ersthelfer-App: Mehr Menschen nach Herzstillstand retten

Eine von der Herzstiftung geförderte Studie untersucht ein App-basiertes Ersthelfersystem: Führt es zu mehr Überlebenden eines außerklinischen Herzstillstandes?

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Weniger Organspenden bundes- wie landesweit

Deutschland liegt bei den Organspenden im internationalen Vergleich auf einem hinteren Platz. Vergangenes Jahr sank die Bereitschaft, nachdem sie 2023 vorübergehend angestiegen war – auch in NRW.

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KURZMELDUNGEN:

Prof. Gernot Marx hat zu Beginn des Jahres 2025 das Amt des Präsidenten der DGAI übernommen.
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Neuer Präsident der DIVI wurde zum Jahreswechsel Prof. Florian Hoffmann.
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Noch bis zum 27. Januar haben Interessierte die Möglichkeit, Feedback zur S3-Leitlinie GeriPAIN (Schmerzmanagement bei Geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings) zu geben.
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Für seine Konstruktion eines tragbaren und transportablen Gerätes zur Extrakorporalen Membranoxygenierung wurde der Kardiotechniker Alois Philipp mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
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TERMINE:

3. Heidelberger ECMO-Symposium
18. Januar 2025
Heidelberg

Forum Interdisziplinäre Intensivmedizin 2025
22.–24. Januar 2025
Berlin

44. Internationales AINS-Symposium in St. 
31. Januar 2025
St. Anton am Arlberg, Österreich

Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin 2025
30. Januar – 1. Februar 2025
Berlin

59. Ärztekongress Stuttgart
31. Januar – 2. Februar 2025
Stuttgart

 
 

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