Ausgabe 12/2025

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Montag, 17. März 2025

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

seit Jahren setzen sich anästhesiologische Fachverbände dafür ein, die Mortalitätsrate durch plötzliche Herz-Kreislauf-Stillstände in Deutschland zu senken, beispielsweise durch Schulungen zur Laienreanimation. In ersten Bundesländern wurde bereits die Einführung eines verpflichtenden Wiederbelebungsunterricht in Schulen beschlossen. Jedoch fehle es an einer flächendeckenden Initiative, um die Zahl der Todesfälle durch plötzlichen Herzstillstand systematisch zu senken, wie Prof. Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des Organisationskomitees des Deutschen Reanimationsregisters, betont. Politischer Handlungsdruck soll nun durch die Offenlegung der volkswirtschaftlichen Kosten aufgebaut werden, die durch Herz-Kreislauf-Stillstände entstehen: Einer aktuellen Berechnung zufolge belaufen diese sich auf 35 Milliarden Euro pro Jahr. Ob sich damit – wie erhofft – ein politisches Umdenken anstoßen lässt, bleibt abzuwarten.

In der letzten Woche gab es aber auch erfreuliche Nachrichten: Eine aktuelle Auswertung der Daten des Statistischen Bundesamtes aus den Jahren 2017 bis 2022 belegt, dass es mit Blick auf den Zugang zu akuter Schlaganfalltherapie in Deutschland keine Benachteiligung von Frauen gibt. Kommt es unter der Einnahme von Faktor-Xa-Hemmern zu einem hämorrhagischen Schlaganfall, eignet sich Andexanet alfa als ein Gegenmittel, dass die Größenzunahme der Blutung im klinischen Alltag begrenzen kann, wie die neue Beobachtungsstudie ASTRO-DE unter Beweis stellt. Und: An der Berliner Charité ist es gelungen, die jährlichen CO2-Emissionen durch Narkosegase seit 2018 um 80 Prozent zu senken.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Neue Berechnung: Volkswirtschaftlicher Schaden durch plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand enorm

Neue Berechnung: Volkswirtschaftlicher Schaden durch plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand enorm

Eine aktuelle Berechnung beziffert die volkswirtschaftlichen Kosten infolge von plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillständen in Deutschland auf etwa 35 Milliarden Euro pro Jahr. Reanimationsexperten fordern die Umsetzung von Präventionsstrategien.

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Hirnblutungen: Gegenmittel gegen Blutverdünner untersucht

Blutverdünnende Medikamente sollen vor Herzinfarkten und Schlaganfällen schützen. Erleiden Patienten, die Blutverdünner einnehmen, jedoch eine Hirnblutung, ist das besonders gefährlich und erfordert eine schnelle Behandlung. Mediziner der Universität Duisburg-Essen haben nun ein Gegenmittel gegen die Blutverdünner Rivaroxaban oder Apibaxan untersucht.

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Keine Benachteiligung von Frauen bei der akuten Schlaganfallversorgung in Deutschland

Keine Benachteiligung von Frauen bei der akuten Schlaganfallversorgung in Deutschland

In der Vergangenheit wurde kritisiert, dass Frauen mit Schlaganfall schlechter beziehungsweise später behandelt würden als Männer. Nun gibt eine aktuelle retrospektive Kohorten-Studie im Hinblick auf die akute Schlaganfalltherapie in Deutschland Entwarnung: Demnach erhalten weibliche Betroffene ebenso häufig Thrombektomien und Thrombolysen.1

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vollständige intravenöse oder inhalative volatile Anästhesie und Überleben nach kolorektaler Krebsoperation: eine schwedische nationale Registerstudie.
Anaesthesia 2025;80(4):386–394.

Eine simulationsbasierte Kohortenstudie: Die In-vitro-Leistung eines modernen tragbaren Beatmungsgeräts in verschiedenen Lungenmodellen und als alternatives Intensivbeatmungsgerät.
Eur J Anaesthesiol Intensive Care 2025;4(2):e0069.

Auswirkung der Sauerstoffzufuhr über eine High-Flow-Nasenkanüle auf das Auftreten von Hypoxie während einer sedierten gastrointestinalen Endoskopie bei Patienten mit Adipositas: multizentrische randomisierte kontrollierte Studie.
BMJ 2025;388:e080795.

 
 

Nachhaltige Narkose: Charité senkt CO2-Ausstoß im OP um 80 Prozent

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat die jährlichen CO2-Emissionen, die von Narkosegasen ausgehen, seit 2018 um über 80 Prozent reduziert. Wie ist ihr das gelungen?

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DGAI und BDA fordern bessere Bedingungen für Frauen in der Anästhesiologie

DGAI und BDA fordern bessere Bedingungen für Frauen in der Anästhesiologie

Zum Internationalen Frauentag machen der BDA und die DGAI auf die bedeutende Rolle der Frauen in der Anästhesiologie aufmerksam und fordern verbesserte Rahmenbedingungen, um deren Potenzial voll auszuschöpfen.

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KURZMELDUNGEN:

Mit einer Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe will die Björn-Steiger-Stiftung bundesweit einheitliche Standards im Rettungsdienst erreichen.
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Für sein weltweites gesundheitspolitisches Engagement im Bereich der Wiederbelebung erhielt Prof. Bernd Böttiger von der Aristoteles-Universität Thessaloniki die Ehrendoktorwürde.
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Das BG Universitätsklinikum Bergmannsheil erhielt kürzlich die Zertifizierung als Cardiac Arrest Center.
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TERMINE:

Deutscher Interdisziplinärer Notfallmedizin Kongress 2025
20.–21. März 2025
Koblenz

DGAI-Jahreskongress 2025
17.–19. September 2025
Kassel

DIVI25: 25. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.
3.–5. Dezember 2025
Hamburg

 
 

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