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Liebe Leserinnen und Leser,
mit fortschreitendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für ein Delir in unterschiedlichen Settings beträchtlich an. Laut der neuen S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter liegt sie ambulant bei zwei Prozent, stationär bei etwa 20 Prozent, postoperativ bei zehn bis 40 Prozent und auf Intensiv- und Palliativstationen sind bis zu 80 Prozent der Patienten betroffen. Da sich die Prognose durch ein Delir erheblich verschlechtert, sind Prävention, Diagnostik und Therapie von hoher Bedeutung für die Versorgung älterer Menschen.
Hier können die evidenzbasierten Empfehlungen der von den Deutschen Gesellschaften für Geriatrie (DGG) und Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) koordinierten S3-Leitlinie Orientierungshilfe geben. Unter Beteiligung anästhesiologischer und intensivmedizinischer Fachgesellschaften bietet diese auch Handreichungen mit Blick auf das akutstationäre und perioperative Setting. Hervorgehoben wird beispielsweise, Risikofaktoren möglichst frühzeitig zu erfassen. Ergänzt wird das Ganze um ein pragmatisches Delirscreening zeitnah nach Krankenhausaufnahme, aber auch vor und nach operativen Eingriffen sowie in regelmäßigen Abständen während eines akutstationären Aufenthaltes. Weitere Details erfahren Sie im Beitrag sowie direkt in der Leitlinie.
Seit Jahren wird mit Blick auf die hierzulande dauerhaft mangelnden Spenderorgane das Für und Wider der Widerspruchslösung diskutiert. Daran vermögen auch die jüngst bekannt gewordenen Zahlen aus 2025 nichts zu ändern, wonach mit einem Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sogar der höchste Stand an Organspenden seit 2012 erreicht wurde. Denn es bleibt festzuhalten: Die Zahl der Spenderorgane reicht weiterhin nicht aus, um allen Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. Angesichts dessen meldete sich nun auch die Deutsche Transplantationsgesellschaft zu Wort. Ihrer Ansicht nach ist die Widerspruchslösung ein „wichtiger Puzzlestein“, um die Organspende in Deutschland zu verbessern.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht
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