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Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation ihren Willen nicht mehr selbst äußern können, wird die Verantwortung auf ihre Angehörigen übertragen. Studien zeigen jedoch, dass selbst engste Bezugspersonen Behandlungswünsche nicht selten falsch einschätzen. Gleichzeitig stoßen auch Patientenverfügungen im klinischen Alltag an Grenzen: Sie sind oft zu unkonkret oder passen nicht zur aktuellen Situation. Für Medizinerinnen und Mediziner entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen medizinischer Indikation, rechtlicher Sicherheit und dem Anspruch, den tatsächlichen Patientenwillen zu respektieren.
Im heutigen Top-Beitrag lesen Sie, warum die Einschätzung durch Angehörige so fehleranfällig ist und welche Faktoren die Entscheidungsfindung beeinflussen. Im Fokus steht zudem, wie strukturierte Kommunikation und das Konzept des Advance Care Planning dazu beitragen können, Unsicherheiten zu reduzieren, Therapieentscheidungen stärker am individuellen Willen auszurichten und eine Überversorgung zu vermeiden, die auch weiterhin ein relevantes Thema in der Intensivmedizin darstellt.
Von der Über- zur Unterversorgung: Blutplasma ist in der Notfall- und Intensivmedizin unverzichtbar – doch seine Verfügbarkeit bleibt limitiert, insbesondere bei unbekannter Blutgruppe. Ein neu zugelassenes Verfahren könnte diese Herausforderung grundlegend verändern: Forschenden aus Greifswald gelang es, Antikörper gezielt aus dem Plasma zu entfernen und so ein universell einsetzbares Produkt herzustellen.
Eine erkenntnisreiche Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen
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