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Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
die elektronische Patientenakte (ePA) sorgt besonders mit Blick auf die Datensicherheit noch für viele Fragezeichen. Zum Start in den Modellregionen in der letzten Woche konnte der DIVI-Generalsekretär Uwe Janssens diese zwar nicht ausräumen, dennoch appellierte er mit scharfen Worten an die Versicherten, der ePA nicht leichtfertig zu widersprechen. Aus medizinischer Sicht sei dies „völlig unvernünftig“ und „gefährde möglicherweise die eigene Versorgung und Gesundheit“.
Besonders für Notfälle sind seine Argumente einleuchtend: Die digitalen Patientendaten können selbst bei nicht ansprechbaren Personen relevante Informationen zu Medikationsplänen, Diagnosen und aktuellen Befunden liefern und somit sowohl die Sicherheit als auch die Schnelligkeit der Behandlung deutlich verbessern. Im „ZDF-Mittagsmagazin“ sprach Janssens gar von einem „Quantensprung in der Versorgung der Patienten“.
Mit einer digitalen Lösung möchte auch das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) die Versorgung seiner Patienten optimieren. Dazu setzt man hier neuerdings auf eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Software, die Ärztinnen und Ärzten Hinweise auf potenziell noch nicht diagnostizierte Erkrankungen oder medizinische Komplikationen geben soll. Die Implementierung startet in der Klinik für Innere Medizin I sowie in den Notaufnahmen und Intensivstationen und wird von einer klinischen Studie begleitet. Perspektivisch soll die Software in der gesamten stationären Versorgung am UKSH zum Einsatz kommen.
Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen,
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