Ausgabe 04/2025

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Montag, 20. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

die elektronische Patientenakte (ePA) sorgt besonders mit Blick auf die Datensicherheit noch für viele Fragezeichen. Zum Start in den Modellregionen in der letzten Woche konnte der DIVI-Generalsekretär Uwe Janssens diese zwar nicht ausräumen, dennoch appellierte er mit scharfen Worten an die Versicherten, der ePA nicht leichtfertig zu widersprechen. Aus medizinischer Sicht sei dies „völlig unvernünftig“ und „gefährde möglicherweise die eigene Versorgung und Gesundheit“.

Besonders für Notfälle sind seine Argumente einleuchtend: Die digitalen Patientendaten können selbst bei nicht ansprechbaren Personen relevante Informationen zu Medikationsplänen, Diagnosen und aktuellen Befunden liefern und somit sowohl die Sicherheit als auch die Schnelligkeit der Behandlung deutlich verbessern. Im „ZDF-Mittagsmagazin“ sprach Janssens gar von einem „Quantensprung in der Versorgung der Patienten“.

Mit einer digitalen Lösung möchte auch das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) die Versorgung seiner Patienten optimieren. Dazu setzt man hier neuerdings auf eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Software, die Ärztinnen und Ärzten Hinweise auf potenziell noch nicht diagnostizierte Erkrankungen oder medizinische Komplikationen geben soll. Die Implementierung startet in der Klinik für Innere Medizin I sowie in den Notaufnahmen und Intensivstationen und wird von einer klinischen Studie begleitet. Perspektivisch soll die Software in der gesamten stationären Versorgung am UKSH zum Einsatz kommen.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen,




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Intensivmediziner: E-Akte nicht leichtfertig widersprechen

Intensivmediziner: E-Akte nicht leichtfertig widersprechen

Diese Woche wird die elektronische Patientenakte in Testregionen in Arztpraxen eingeführt. Der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zufolge kann das vor allem die Versorgung im Notfall verbessern.

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Neue KI-Software zur Unterstützung ärztlicher Entscheidungen am UKSH

Als erstes Krankenhaus in Deutschland führt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) die Software MAIA ein, die Ärztinnen und Ärzte bei klinischen Entscheidungen unterstützen soll.

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Neues Gerätedatenmodul des Deutschen Reanimationsregisters: Defibrillator wird zum „Fahrtenschreiber der Reanimationsbehandlung“

Neues Gerätedatenmodul des Deutschen Reanimationsregisters: Defibrillator wird zum „Fahrtenschreiber der Reanimationsbehandlung“

Die automatische Analyse von Reanimationsabläufen soll zukünftig die Notfallversorgung optimieren.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Palliativmedizin in der Notaufnahme eingeleitet: Eine cluster-randomisierte klinische Studie.
JAMA 15.01.2025

Prävalenz, Fehlklassifizierung und klinische Folgen des heteroresistenten Phänotyps bei Escherichia coli-Infektionen der Blutbahn bei Patienten in Uppsala, Schweden: eine retrospektive Kohortenstudie.
Lancet Microbe 16.01.2025

Ein erklärbarer Ansatz der Künstlichen Intelligenz unter Verwendung von Graph Learning zur Vorhersage der Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation.
Information Systems Research 11.12.2024

 
 

Neuer Leitfaden zur psychosozialen Versorgung vor Herz- oder Lungentransplantationen

Ein Team der Psychokardiologie am Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) hat ein umfassendes Handbuch zur psychosozialen Versorgung von Patienten vor einer Herz- und/oder Lungentransplantation entwickelt.

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PCT-Test eignet sich nicht, um die Dauer der Antibiotikatherapie zu verkürzen

PCT-Test eignet sich nicht, um die Dauer der Antibiotikatherapie zu verkürzen

Eine britische Studie unter Leitung der Universität Liverpool, Großbritannien, hat untersucht, ob die zusätzliche Messung des Entzündungsparameters Procalcitonin (PCT) die Zeit, die stationäre behandelte Kinder mit intravenösen Antibiotika verbringen müssen, sicher verkürzen kann.

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KURZMELDUNGEN:

Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft zehn Forderungen für die nächste Legislaturperiode formuliert.
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Der SpiFa mahnt an, die Notfallreform weiter voranzutreiben und fordert dabei mehr Flexibilität für selbstständige Ärzte.
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In der neuen Rubrik „Praxiswahnsinn“ 
dokumentiert und veröffentlicht der 
Virchowbund auf seiner Website anonymisierte Fälle aus seiner Praxisberatung.
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TERMINE:

44. Internationales AINS-Symposium in St. Anton am Arlberg
26.–31. Januar 2025
St. Anton am Arlberg, Österreich

21. Wissenschaftlichen Arbeitstage Notfallmedizin 2025
2.–3. Februar 2025
Kiel

AHA PALS Provider – Erweiterte Versorgungsmaßnahmen bei kritisch kranken Kindern
8.–9. Februar 2025
Soest

Intensiv verbunden seit 35 Jahren (35. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege)
12.–14. Februar 2025
Bremen

 
 

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