Ausgabe 26/2025

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Montag, 23. Juni 2025

Liebe Leserinnen und Leser aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin,

die Frage, wie der Einsatz von Fremdblut bei operativen Eingriffen verantwortungsvoll reduziert werden kann, beschäftigt die Anästhesiologie seit Langem. Zu den fremdblutsparenden Maßnahmen gehört unter anderem die akute normovolämische Hämodilution (ANH). Ob diese tatsächlich den Bedarf an Bluttransfusionen bei Herzoperationen reduziert, war bislang unklar. Eine kürzlich vorgestellte, groß angelegte internationale Studie bescheinigt der Methode allerdings keine Vorteile im Vergleich zur Standardbehandlung – weder im Hinblick auf die Einsparung von Fremdblut, noch auf die klinischen Ergebnisse der Patienten. Weshalb einer der Co-Autoren dennoch an der ANH festhält, lesen Sie in der heutigen Top-Meldung.

Eine ebenfalls ungeklärte Forschungsfrage ist, ob die Ringerlösung für die routinemäßige intravenöse Verabreichung von Flüssigkeiten klinisch besser geeignet ist als die normale Kochsalzlösung. Die jüngst im „New England Journal of Medicine“ publizierte FLUID-Studie fand keinen klaren Favoriten unter den Infusionslösungen – dafür aber einen vielversprechenden Weg, wie sich Standardbehandlungen effizient vergleichen lassen: mit einem innovativen Studiendesign, das ganze Kliniken statt einzelner Patienten randomisiert. Die Studienkosten ließen sich damit außerdem drastisch reduzieren: den Forschern zufolge von rund 1000 auf zehn Dollar pro Patient.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre,




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Akute normovolämische Hämodilution: Keine Vorteile bei Herz-OPs

Akute normovolämische Hämodilution: Keine Vorteile bei Herz-OPs

Mehr als ein Drittel der Patienten erhält bei einer Herzoperation Fremdblut. Die akute normovolämische Hämodilution (ANH) galt lange als möglicher Ausweg – nun zeigt eine große internationale Studie: Die Methode senkt den Transfusionsbedarf nicht. Dennoch hält einer der Co-Autoren daran fest.

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Ringer oder Kochsalz? Die FLUID-Studie liefert vor allem methodische Erkenntnisse

Ringer- oder normale Kochsalzlösung für die intravenöse Flüssigkeitszufuhr in Krankenhäusern? Bisher gibt es keine eindeutigen Belege für einen Favoriten. Und auch die neue Studie FLUID findet keinen Spitzenreiter. Dafür punktet sie mit etwas anderem: Einem effizienten Studienansatz für den Vergleich verschiedener Standardbehandlungen.

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Koronare Herzkrankheit: Trend zu sinkender Mortalität flacht ab

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Seit 1998 nahm die Sterblichkeit aufgrund einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) in Deutschland merklich ab. Doch in den letzten Jahren ist dieser Rückgang nahezu zum Stillstand gekommen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Europäische Konsensusstudie: Multidisziplinäre, evidenzbasierte, patientenzentrierte Empfehlungen zur perioperativen Patientensicherheit. Br J Anaesth 2025 Jun 12:S0007-0912(25)00299-5.

Erhöhte enterale Proteinzufuhr bei kritischen Erkrankungen: Die randomisierte klinische Studie TARGET Protein. JAMA 11.06.2025.

Online-Video versus persönliche präoperative Beratung bei größeren abdominalen Operationen (VIDEOGO): eine multizentrische, offene, randomisierte, kontrollierte Nichtunterlegenheitsstudie. Lancet Digit Health 2025 Jun 5:100867.

 
 

Mit KI die Akutbehandlung des Schlaganfalls verbessern

Ein Kooperationsprojekt von Neurologen, Neuroradiologen und KI-Experten der Universität Leipzig soll die personalisierte Therapieplanung für Patienten mit akutem Schlaganfall unterstützen. Ziel sind schnellere Entscheidungen im Akutfall und bessere Erfolgsaussichten.  

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Schlaganfall bei Kindern besser erkennen und behandeln

Schlaganfall bei Kindern besser erkennen und behandeln

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) führt als eines von wenigen Zentren in Deutschland Thrombektomien bei Kindern durch. Aus diesen Erfahrungen heraus haben Ärzte des UKL Leitfaden für die seltene, aber gravierende Erkrankung entwickelt.

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KURZMELDUNGEN:

Das Sächsische Kinderpalliativzentrum am Dresdner Universitätsklinikum erhält als deutschlandweit erste Institution die neue Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.
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Gebrechlichkeit ist ein relevantes Syndrom im höheren Alter und geht mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen einher. Eine Genanalyse könnte Aufschluss über das Frailty-Risiko geben.

TERMINE:

Kieler Notfalltag
28. Juni 2025
Kiel

4. Forum Organspende
17. Juli 2025
Stuttgart

Summerschool Katastrophenmedizin
21.–24. Juli 2025
Kiel

 
 

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