|
Liebe Leserinnen und Leser des KOMPAKT DERMATOLOGIE UND ALLERGOLOGIE,
Forschende aus den USA heben hervor, wie entscheidend die frühzeitige Einführung von Erdnussprodukten im Säuglingsalter für die Prävention von Erdnussallergien ist – und wie ungleich diese Maßnahme bislang umgesetzt wird. Besonders Kinder aus einkommensschwachen oder Minderheitenfamilien profitieren laut ihrer Studie seltener von einer entsprechenden ärztlichen Aufklärung. Dabei gilt die frühe Gabe erdnusshaltiger Lebensmittel als wirksame Präventionsmaßnahme, insbesondere bei Risikokindern mit Ekzemen oder Allergie gegen Hühnerei.
Parallel zu den Erkenntnissen zur Prävention liefern Forschende aus Berlin neue Einsichten zur Therapie der Erdnussallergie. In ihrer Studie untersuchten sie immunologische Unterschiede bei Kindern, die eine orale Immuntherapie erhalten. Die Ergebnisse zeigen, dass sich anhand spezifischer Biomarker vorab abschätzen lässt, welche Kinder gut auf die Behandlung ansprechen und bei wem mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. Insbesondere Immunzellen des Darms scheinen eine Schlüsselrolle zu spielen. Langfristig könnten so personalisierte Behandlungsansätze mit individuellen Dosierungsschemata und Prognosemodellen zu einer sicheren und effektiveren Therapie führen.
Mehr zu diesen und anderen Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichten-Portal.
|