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Liebe Leserinnen und Leser,
eine kürzlich in „Nature Immunology“ veröffentlichte Arbeit verdeutlicht, dass Fibroblasten nicht nur für Wundheilung, Narbenbildung und Immunzellrekrutierung in der Haut essenziell sind, sondern auch in zahlreichen Organen zentrale pathophysiologische Rollen einnehmen. Forschende identifizierten acht unterschiedliche Fibroblastentypen, die sich in Haut und anderen Organen zu spezifischen „Zellnachbarschaften“ organisieren. Dabei fanden sie krankheitsspezifische wie auch -übergreifende Fibroblastenpopulationen, die bei Entzündungsprozessen und fibrosierenden Erkrankungen aktiv sind. Dieses neu gewonnene Verständnis eröffnet Chancen für Therapien, die gezielt in die Regulation dieser Zelltypen eingreifen könnten.
Eine Arbeitsgruppe aus Großbritannien, Frankreich und den USA konnte nachweisen, dass bei Mäusen mechanische Reize an der Haut direkt immunstimulierend wirken können. So erhöht eine Hautdehnung die Permeabilität für Makromoleküle und verstärkt die Aktivierung lokaler Immunzellen. In den Mausmodellen führte die Kombination aus topisch appliziertem Impfstoff und Hautdehnung zu einer stärkeren Immunantwort als die herkömmliche Injektion. Fluoreszenzanalysen identifizierten eine verstärkte Antigenaufnahme über Haarfollikel sowie eine effiziente Aktivierung drainierender Lymphknoten. In welchem Ausmaß die Effekte auch bei menschlicher Haut beobachtet werden können, muss nun untersucht werden.
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