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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Dermatologie und Allergologie,
eine Studie des National Institute of Allergy and Infectious Diseases liefert neue Erkenntnisse zum topischen Steroidentzugssyndrom (TSW). Die Forschenden fanden erhöhte Werte von Nicotinamidadenindinukleotid (NAD+) als möglichen pathophysiologischen Mechanismus hinter den Symptomen eines TSW. Experimente mit Hautzellen und Mausmodellen zeigten, dass eine Blockade der NAD+-Bildung durch mitochondriale Komplex-I-Inhibitoren, wie Metformin oder Berberin, die Symptome lindern könnte.
Ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien offenbart einen spannenden Einblick in die molekulare Regulierung pathogener Th2-Zellen bei allergischem Asthma. In ihrer Studie identifizierten sie zwei Untergruppen dieser Immunzellen, die Entzündungen auslösen oder aufrechterhalten. Eine Schlüsselrolle spielt das Enzym Histon-Deacetylase 1, dessen Inaktivierung eine unkontrollierte Immunreaktion fördert. Die Ergebnisse zeigen, dass Wirkstoffe, die Histon-Deacetylasen hemmen, für Menschen mit allergischem Asthma nicht geeignet sind, weil sie die Krankheit verstärken könnten.
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