Ausgabe 45/2025

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Freitag, 07. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

das Protein ATG9A verhindert Entzündungen, indem es über Autophagie schädliche Proteine abbaut und so die Barrierefunktion der Haut erhält. Fehlt ATG9A, reagieren Hautzellen mit übermäßigem Zelltod und entzündlichen Signalkaskaden – ein Prozess, der in Mausmodellen zu schweren Hauterkrankungen führte. Die Studie eines belgischen Forschungsteams zeigt, dass ATG9A eine Schlüsselfunktion in der Kontrolle von Signalwegen übernimmt, die unter anderem bei Psoriasis eine Rolle spielen. Die gezielte Hemmung dieses neu beschriebenen Signalwegs könnte künftig eine präzisere und nebenwirkungsärmere Behandlungsstrategie darstellen.

In einer Studie in „Nature Cell Biology“ erläutern Forschende aus Japan, wie Pigmentstammzellen bei DNA-Schädigung zwei gegensätzliche Wege einschlagen können: Entweder sie differenzieren irreversibel und sterben ab – was zur Haarergrauung führt –, oder sie umgehen diesen Mechanismus und behalten ihre Selbsterneuerungskapazität. Letzteres, so die Forschenden, kann unter karzinogenen Einflüssen den Übergang in eine tumorpromovierende Phase begünstigen. Damit stellen die Forschenden das Verständnis von Haarergrauung und Melanomentstehung neu dar – nicht als voneinander unabhängige Ereignisse, sondern als divergente Konsequenzen von Stammzellstressreaktionen.

Mehr zu diesen und anderen Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichten-Portal.

   Ihr
   Redaktionsteam

 

 
 
Protein ATG9A reguliert Zelltod und verhindert Hautschäden

Protein ATG9A reguliert Zelltod und verhindert Hautschäden

Forschende aus Belgien haben einen zentralen Schutzmechanismus der Haut entschlüsselt: Das Protein ATG9A verhindert Entzündungen, indem es schädliche Proteine abbaut und die Barrierefunktion der Haut erhält.

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Melanozyten-Stammzellen reagieren auf Stress mit Ergrauung oder klonaler Expansion

Eine in „Nature Cell Biology“ publizierte Studie offenbart, wie Pigmentstammzellen des Haares bei DNA-Schädigung einen Mechanismus nutzen, der entweder zum Ergrauen oder zur Entstehung eines Melanoms führen kann.

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Zeit für den Switch auf SteQeymaTM!

SteQeymaTM – Ihr Ustekinumab-Biosimilar von Celltrion. SteQeymaTM hat eine tendenziell niedrigere Immunogenität, eine lange Wirksamkeit und ist zu 100% durch GKV-Rabattverträge abgedeckt. Unter anderem für die Behandlung von Psoriasis bei Kindern ab 6 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen und bei Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen zugelassen.

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Neuer Inhibitor gegen Nekrolyse und Stevens-Johnson-Syndrom

Neuer Inhibitor gegen Nekrolyse und Stevens-Johnson-Syndrom

Forschende aus Japan präsentieren einen neuen Wirkstoffkandidaten gegen das lebensbedrohliche Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse. Der Inhibitor blockiert gezielt die Nekroptose.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Infektionen im Kindesalter als prädisponierende Faktoren für die Entwicklung einer Psoriasis im frühen Erwachsenenalter
Br J Dermatol, 31.10.2025

Personalisierte Medizin bei Vitiligo: Ein Leitfaden für die tägliche Praxis
J Eur Acad Dermatol Venereol, 28.10.2025

Hautbarriere als Ziel für die Vorhersage, Prävention und Behandlung von Atopischer Dermatitis und Nahrungsmittelallergien im Säuglingsalter
Pediatr Allergy Immunol, 02.11.2025

 
 

Psoriasis: Leitlinie integriert alle zugelassenen Systemtherapien

Die S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis wurde aktualisiert und beinhaltet nun auch die Medikamente Bimekizumab und Deucravacitinib. Zudem wurde die Interdisziplinarität verstärkt und weitere Fachgesellschaften eingebunden.

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Neues Anthrazyklin-Derivat zeigt enormes Potenzial zur Tumorbekämpfung

Neues Anthrazyklin-Derivat zeigt enormes Potenzial zur Tumorbekämpfung

Ein österreichisch-ungarisches Team hat ein neues Chemotherapeutikum namens LiPyDau entwickelt, das in präklinischen Untersuchungen bemerkenswerte Wirksamkeit gegen verschiedene Tumorarten gezeigt hat. Die in „Molecular Cancer“ veröffentlichte Studie stellt eine vielversprechende Strategie zur Bekämpfung medikamentenresistenter Krebsarten vor.

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KURZMELDUNGEN:

Mit zwei bundesweiten Aktionswochen wird im Rahmen der Kampagne „haut+job“ auf beruflich bedingten Hautkrebs und Handekzeme aufmerksam gemacht – zwei Krankheitsbilder, die nach wie vor an der Spitze der Berufskrankheiten stehen.
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Einen Monat nach Beginn der verpflichtenden Nutzung der neuen elektronischen Patientenakten in Gesundheitseinrichtungen sehen Ärzte und Kassen noch Verbesserungsbedarf. Die Telematik hakt, Patienten scheitern manchmal schon beim Einloggen.
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Bei der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin drohen Kürzungen. Diese gefährden die Fortsetzung des Open-Access-Projekts German Medical Science. Die AWMF zeigt sich besorgt und fordert, die Verfügbarkeit wissenschaftlicher Daten nachhaltig zu sichern.
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TERMINE:

7. DSTIG special Fachtagung
13.–14. November 2025
Bochum

43. Jahrestagung der Norddeutschen Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
21.–22. November 2025
Lübeck

Jahrestagung 2025 der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie
27.–30. November 2025
Wien, Österreich

8. Nürnberger Wundkongress
4.–5. Dezember 2025
Nürnberg

 
 

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