|
Liebe Leserinnen und Leser,
neue Daten zeigen, dass ein epigenetisch kodiertes „Entzündungsgedächtnis“ in epidermalen Stammzellen eine zentrale Rolle bei chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen spielt. Nach initialer Aktivierung bleiben bestimmte Chromatinregionen langfristig zugänglich. Entscheidend für die Dauer dieser Gedächtnisspuren ist die Dichte aus Cytosin- und Guanin-Nukleotiden: Regionen mit einer hohen Dichte persistieren über Jahre und halten Gene in einem aktivierbaren Zustand. Diese stabilen epigenetischen Signaturen könnten neue therapeutische Angriffspunkte bei chronischen Entzündungen darstellen.
Weitere Einblicke in die Organisation kutaner Funktionen liefert ein neuer räumlicher Atlas der menschlichen Haut. Forschende der Icahn School of Medicine in New York (USA) kartierten mehr als 1,2 Millionen Zellen aus 15 Körperregionen, definierten 45 Zelltypen und ordneten sie zehn wiederkehrenden multizellulären Nachbarschaften zu. Besonders die perivaskuläre Nachbarschaft aus dendritischen Zellen, T‑Zellen und spezialisierten Fibroblasten rückt dabei als eine Art von hautassoziiertem lymphatischen Gewebe in den Fokus. Störungen solcher Netzwerke könnten krankheitsspezifische Muster erklären und eröffnen neue Perspektiven für zielgerichtete Therapien sowie regenerative Ansätze.
Mehr zu diesen und anderen Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen
|