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Forschende aus Schweden haben ein Gel entwickelt, das lebende Zellen enthält und sich im 3D-Druck zu Hauttransplantaten verarbeiten lässt. Durch die Kombination von auf Gelatinekügelchen kultivierten Fibroblasten mit einem Hyaluronsäure-Gel gelang es dem Team, ein Material zu schaffen, das sich per Spritze oder 3D-Druck präzise applizieren lässt. Tierexperimentelle Studien zeigen, dass sich daraus Gewebestücke herstellen lassen, die Blutgefäße bilden und den Aufbau einer neuen Dermis unterstützen könnten. Zusätzlich entwickelte das Team Hydrogel-Fäden, die potenziell die Bildung künstlicher Blutgefäße in Organmodellen ermöglichen.
Eine aktuelle Studie aus den USA liefert wichtige Impulse im Bereich der Allergologie. Forschende der Northwestern Medicine in Chicago identifizierten einen Signalweg der Anaphylaxie, dessen Blockade mit dem bereits zur Asthmatherapie zugelassenen Medikament Zileuton lebensbedrohliche Reaktionen bei Mäusen nahezu vollständig verhindern konnte. Der neu beschriebene Mechanismus basiert auf der Beteiligung des Gens DPEP1 und eröffnet nicht nur therapeutische, sondern auch diagnostische Möglichkeiten. So könnte künftig differenzierter zwischen Sensibilisierung und klinisch relevanter Allergie unterschieden werden. Erste klinische Studien zur Übertragung dieser Erkenntnisse auf den Menschen wurden bereits gestartet.
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