|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Dermatologie und Allergologie,
Kinder, die im Herbst oder Winter geboren werden, weisen im Vergleich zu solchen, die im Sommer zur Welt kommen, ein höheres Risiko für eine allergische Rhinitis und Asthma auf. Dies zeigt eine finnische Studie, die auf den Daten von 74.868 Patienten basiert. Der Anteil derjenigen, die an allergischer Rhinitis leiden, betrug darin 12,6 Prozent in der Wintergruppe und 12,1 Prozent in der Herbstgruppe versus 10,7 Prozent in der Sommergruppe. Der Zusammenhang zwischen der Geburtszeit und Atemwegsallergien werde möglicherweise durch Faktoren beeinflusst, die sich auf die Allergenität und die immunologischen Reaktionen sowie auf das Risiko einer allergischen Rhinitis auswirken, spekulieren die Studienautoren.
Kanadische Forschende haben erstmals eine Mechanismus-Kaskade identifiziert, die erklärt, wie Antibiotika im frühen Leben zu lebenslangen Atemwegsallergien führen können. Ihre Studie zeigt, dass Antibiotika bei Neugeborenen Butyrat-produzierende Darmbakterien abtöten. Dies führt zu einer vermehrten Bildung von innaten lymphoiden Zellen, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Allergien spielen. Die Forschenden hoffen, mithilfe ihrer Ergebnisse neue Ansätze zu finden, um die Entwicklung von Allergien zu verhindern.
|