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selbst geringe Konzentrationen von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) können während der Schwangerschaft die Plazenta passieren sowie in die Muttermilch übergehen und so das sich entwickelnde Immunsystem von Säuglingen dauerhaft beeinflussen. In einer prospektiven Kohortenstudie mit 200 Mutter-Kind-Paaren wiesen Forschende des University of Rochester Medical Center, USA, nach, dass eine höhere pränatale PFAS-Exposition bei Einjährigen mit einem Mangel an follikulären T-Helferzellen einherging. Gleichzeitig zeigte sich ein Anstieg von Th2-, Th1- und regulatorischen T-Zellen, was das Risiko für Allergien und Autoimmunerkrankungen erhöhen könnte.
Ein US-amerikanisches Team der Rockefeller University, New York, konnte zeigen, dass niedrige Spiegel der Aminosäure Serin Haarfollikel-Stammzellen dazu veranlassen, ihre Hauptaufgabe zugunsten der Wundheilung aufzugeben. Ausgelöst wird dieser Funktionswechsel über eine integrierte Stressantwort, die bei Serinmangel und zusätzlicher Hautverletzung verstärkt aktiviert wird. Die Ressourcenverlagerung beschleunigt den Heilungsprozess, wenn auch zulasten der Haarproduktion. Die Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven, die Wundheilung durch gezielte Beeinflussung des Serinstoffwechsels zu fördern.
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