|
Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Dermatologie und Allergologie,
ein japanisches Forschungsteam hat nachgewiesen, dass psychischer Stress die Funktion entzündungshemmender Makrophagen stört und dadurch allergische Hautreaktionen verschlimmert. Die Forschenden zeigten, dass Stress über das sympathische Nervensystem die Efferozytose hemmt, was zu einer verstärkten Entzündung und Eosinophilen-Infiltration führt. Zudem beeinflusst das sogenannte Stressgedächtnis langfristig die Funktion von Immunzellen.
Patienten mit chronisch-entzündlichen Komorbiditäten wie Atopische Dermatitis, Asthma bronchiale, Hashimoto-Thyreoiditis, Rhinitis oder Vitiligo leiden häufiger unter früh einsetzender, schwerer und langanhaltender Alopecia areata. Die Daten einer großen Kohorte mit Alopecia areata wurden von einem Team aus Bonn ausgewertet und legen offen, dass mit zunehmender Zahl der atopischen Begleiterkrankungen das Risiko für ein frühes Auftreten einer Alopecia areata ansteigt.
|