|
Liebe Leserinnen und Leser,
ein internationales Forschungsteam um Katharina Scherf vom Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der TU München hat erstmals spezifische Amylase/Trypsin-Inhibitoren (ATIs) in Gerste präzise identifiziert und quantifiziert. Diese Proteine gelten als mögliche Mitverursacher der Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität. Analysiert wurden 181 verschiedene Gerstensorten aus aller Welt. Mithilfe eines neuen Analyseverfahrens konnten zehn gerstenspezifische ATI-Typen eindeutig erfasst werden. Die Gehalte variierten zwischen 1,1 und 5,2 mg/g Mehl. Besonders interessant: Drei Sorten aus Eritrea, Griechenland und Äthiopien wiesen auffallend niedrige ATI-Werte auf. Die Ergebnisse eröffnen so neue Möglichkeiten für die Züchtung besser verträglicher Gerstensorten.
Für die Wirksamkeit einer Allergen-Immuntherapie hingegen ist weniger die Menge, sondern die gezielte Zusammensetzung relevanter Allergenkomponenten entscheidend. Dies zeigte jüngst eine US-amerikanische Studie zur Kakerlakenallergie. Forschende des La Jolla Institute for Immunology in San Diego untersuchten, wie verschiedene Extrakte und deren Gehalt an Kakerlakenproteinen die T-Zell-Antwort bei Kindern beeinflussen. Das Ergebnis: Bereits geringe Mengen können wirksam sein, sofern die entscheidenden Allergenkomponenten enthalten sind. Für die T-Zell-Aktivierung spielte die absolute Dosis eine untergeordnete Rolle; entscheidend war die Präsenz der richtigen Proteine.
Mehr zu diesen und anderen Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichten-Portal.
|