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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Dermatologie und Allergologie,
eine Studie aus Österreich zeigt signifikante Unterschiede in der Genaktivität der Nasenschleimhaut bei Birkenpollenallergikern im Vergleich zu Nichtbetroffenen. Nach Pollenexposition wurden bei Allergikern 160 Gene, vor allem in immunologischen Signalwegen, stark aktiviert, während dies bei Nichtbetroffenen nur bei 44 Genen beobachtet wurde. Auffällig sind entzündungsfördernde Moleküle wie Interleukin 16 und Interleukin 33, was mögliche Ansätze für neue Therapien bieten könnte.
Die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe aus Kanada heben die Bedeutung klarer Allergenkennzeichnungen und frühzeitiger Intervention hervor. Ihre Studie legt offen, dass Alkoholkonsum schwere allergische Reaktionen auf Nüsse verstärken kann. Besonders problematisch sind alkoholische Getränke mit Nussaromen, selbst wenn sie künstliche Zusätze enthalten. Lebensmittel bleiben der häufigste Auslöser von Anaphylaxien, während medikamenten- und insektenbedingte Reaktionen oft spezifische Symptome wie Hypotonie hervorrufen.
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