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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Dermatologie und Allergologie,
ein Forschungsteam der Washington University hat bei Mäusen Immunzellen im Darm identifiziert, die eine zentrale Rolle bei der Prävention von Nahrungsmittelallergien spielen. Fehlen diese sogenannten RORγt⁺ dendritischen Zellen, kommt es zu einer gestörten Immunbalance und allergischen Reaktionen. Da RORγt⁺ dendritische Zellen auch beim Menschen vorkommen, sehen die Forschenden darin ein potenzielles therapeutisches Ziel zur Prävention und Behandlung von Nahrungsmittelallergien.
In einer aktuellen Studie unter Leitung von Prof. Max Mazzone von der Universität Leuven in Belgien hat man das Enzym HPGDS als Schlüsselfaktor für die Resistenz von Melanomen gegenüber Immuncheckpoint-Blockaden identifiziert. HPGDS wird von tumorassoziierten Makrophagen produziert und fördert über Prostaglandin D2 die Immunsuppression, indem es die T-Zell-Aktivität blockiert. Die gezielte Hemmung von HPGDS führte in präklinischen Modellen zu einer Umprogrammierung der tumorassoziierten Makrophagen und einer verstärkten antitumoralen Immunantwort.
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