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in einer in „Nature Communications“ veröffentlichten Studie konnten Forschende aus Australien zeigen, dass das Durchpressen von Melanomzellen durch feinste Kapillaren sie aggressiver machen kann. Mithilfe eines Geräts, das den Blutfluss in Kanälen mit 5–30 µm Durchmesser simuliert, beobachteten sie, dass mechanischer Stress die Zellen in einen stammzellähnlichen, tumorbildenden Zustand versetzen kann. Der mechanosensitive Ionenkanal Piezo1 nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Mäuse entwickelten mit diesen gequetschten Zellen deutlich mehr Metastasen in Lunge, Knochen und Gehirn als Kontrolltiere. Die Ergebnisse legen nahe, dass mechanische Kräfte im Blutstrom ein bislang unterschätzter Treiber der Metastasierung sein könnten.
US-amerikanische Forschende der Johns Hopkins Medicine in Baltimore berichten ebenfalls in „Nature Communications“, dass Piezo1 auch eine zentrale Rolle beim spannungsinduzierten Hautwachstum spielt. Das Protein erkennt Dehnungen der Haut und löst molekulare Signalwege aus, die die Proliferation und Anpassung von Hautgewebe ermöglichen. In Tiermodellen führte eine Aktivierung von Piezo1 zu deutlich gesteigertem Hautwachstum, während Knockout-Modelle eine verminderte Anpassungsfähigkeit zeigten. Diese Erkenntnisse könnten langfristig neue Strategien zur Hautneubildung nach Verletzungen, Verbrennungen oder bei rekonstruktiven Eingriffen ermöglichen.
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