Ausgabe 13/2026

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Freitag, 27. März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

eine aktuelle Veröffentlichung in „Science“ liefert neue Einblicke in die neuroimmunologische Regulation der Atopischen Dermatitis. Im Fokus stehen Prodynorphin-positive noradrenerge sympathische Neurone, die bevorzugt behaarte Haut innervieren und Stress-Signale vom Gehirn in die Haut vermitteln. Diese fördern über den CCL11–CCR3-Signalweg die Rekrutierung und über den β₂-adrenergen Rezeptor die Aktivierung von Eosinophilen, was zu einer verstärkten Entzündungsreaktion führt. Sowohl in Mausmodellen als auch bei der Auswertung von Patientendaten zeigte sich eine klare Korrelation zwischen Stress und Eosinophilen-Akkumulation in der Haut. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial stressmodulierender Ansätze als Ergänzung zur konventionellen Therapie.

Wie Virusinfektionen entzündliche Reaktionen und Allergien verstärken, zeigt eine aktuelle Arbeit von Forschenden der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Während viraler Infekte werden entzündliche Monozyten durch Typ-I-Interferone in einen hyperreaktiven Zustand versetzt und exprimieren vermehrt das Rezeptormolekül FcγRIIIa. Bei Allergenkontakt setzen diese Zellen verstärkt den Botenstoff Platelet Activating Factor frei, einen zentralen Mediator der Anaphylaxie. Dies erklärt, warum allergische Reaktionen unter viraler Belastung oft schwerer verlaufen, und hebt Monozyten als potenzielles therapeutisches Ziel hervor.

Mehr zu diesen und weiteren Neuigkeiten lesen Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Wie Stress Entzündungsprozesse bei Atopischer Dermatitis verstärken kann

Wie Stress Entzündungsprozesse bei Atopischer Dermatitis verstärken kann

Über die Aktivierung eines spezifischen neuralen Signalwegs, der das Gehirn mit Immunreaktionen in der Haut verknüpft, kann psychischer Stress eine Atopische Dermatitis verschlimmern.

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Volles Vertrauen voraus:* Der WEZENLA® (Ustekinumab) Fertigpen1

Für volles Vertrauen in die Selbstinjektion:**,2 Der WEZENLA® (Ustekinumab) Fertigpen1 wurde für und mit Patienten entwickelt. Jedes Detail ist darauf ausgelegt, Anwendungssicherheit zu geben und Vertrauen zu stärken – sichtbar, hörbar und fühlbar.

Das große Arzneimittelsichtfenster***, hörbare Klicks2 der 2-Stufen-Injektion und das ergonomische Design können eine sichere Anwendung unterstützen.

Referenzen

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Wie eine Virusinfektion allergische Reaktionen verschärfen kann

Warum verlaufen allergische Reaktionen während einer Virusinfektion oft schwer? Aktuelle Forschung zeigt: Bestimmte Immunzellen geraten im antiviralen Alarmzustand außer Kontrolle und können lebensbedrohliche allergische Reaktionen auslösen.

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EBGLYSS®: 1. Wahl bei AD mit Gesichts- und Halsbeteiligung

AD im Gesichts- und Halsbereich gilt als schwierig zu behandeln und sehr belastend. Studiendaten zeigen: EBGLYSS® (Pflichttext) ist auch hier die 1. Wahl mit einem starken, frühen Ansprechen.1,2 Dies spiegelt sich auch eindrücklich in einem Praxisfall wider.

1Simpson EL et al. Dermatol Ther 2024;14(5):1145-1160; 2Silverberg J et al. Dermatol Ther (Heidelb). doi.org/10.1007/s13555-025-01644-3

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Neandertaler könnten Birkenpech zur Behandlung von Wunden genutzt haben

Neandertaler könnten Birkenpech zur Behandlung von Wunden genutzt haben

Nach prähistorischen Verfahren hergestelltes Birkenpech inhibiert Staphylococcus aureus und unterstreicht das Potenzial natürlicher Substanzen in der Wundheilung. Eine aktuelle Studie dazu wurde im Fachjournal „PLOS One“ veröffentlicht.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Lutikizumab bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa nach Versagen einer Anti‑TNF‑Therapie: eine randomisierte Phase‑II‑Studie
JAMA Dermatol, 18.03.2026

Genomweite Metanalyse bei Lichen sclerosus identifiziert 14 genetische Risikoloci
Br J Dermatol, 19.03.2026

Frühe epidemiologische und immunologische Prädiktoren der Atopischen Dermatitis: Verminderte regulatorische B10‑Zellen im Nabelschnurblut in der Munich Atopy Prediction Study
Allergy, 19.03.2026

 
 

Normalisierung der Hautbarrierefunktion bei Kindern mit Atopischer Dermatitis

Dupilumab normalisiert bei Sechs- bis Elfjährigen mit Atopischer Dermatitis die Hautbarriere auch in klinisch unauffälligen Arealen, so das Ergebnis einer internationalen Studie.

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Wie das Immunsystem lernt, Nahrung zu tolerieren

Wie das Immunsystem lernt, Nahrung zu tolerieren

Forschende entdeckten Protein-Epitope in Mais, Weizen und Soja, die regulatorische T-Zellen aktivieren und so die Nahrungsmitteltoleranz beeinflussen. Das könnte einen möglichen Weg zu neuen Therapien gegen Nahrungsmittelallergien eröffnen.

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KURZMELDUNGEN:

Deutschlands Kliniken treiben die Einführung der elektronischen Patientenakte voran. Das zeige eine Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts, teilt die Deutsche Krankenhausgesellschaft mit.
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Die IT-Sicherheit von Software-Produkten im Gesundheitswesen ist „ausbaufähig“. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Informationstechnik.
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Mikroskopische Bilder menschlicher Gewebe lassen sich häufig nur schwer systematisch auswerten und mit anderen Datentypen verknüpfen. Eine neue Studie stellt nun ein Open-Source-Softwaretool vor, das die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz nutzt.
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TERMINE:

22nd Congress of the European Association of Dermato Oncology
23.–25. April 2026
Prag (Tschechien)

25th European Society for Pediatric Dermatology Congress
28.–30. April 2026
Padua (Italien)

10. Interdisziplinärer Allergiezirkel
29. April 2026
Kiel

EADV Course: An introduction in phlebology with hands on training
21.–22. Mai 2026
Rotterdam (Niederlande)

 
 

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