Ausgabe 22/2026

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Freitag, 29. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

kutane Nebenwirkungen onkologischer Therapien nehmen mit dem Einsatz moderner Behandlungsformen weiter zu. Ein Team aus den USA kritisiert, dass die aktuelle Version der Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) die Schwere kutaner Toxizitäten häufig anhand der eingesetzten Therapie statt anhand der tatsächlichen Symptomlast und funktionellen Einschränkung der Patienten definiert. Dies führt zu inkonsistenter Dokumentation und erschwert die Vergleichbarkeit klinischer Studien. Die Autoren schlagen daher einen patientenzentrierten Ansatz vor, der Symptome, Lebensqualität und Ausmaß des Hautbefalls stärker berücksichtigt und so klinisch relevantere Bewertungen ermöglichen könnte.

Neue Erkenntnisse zur Tumorimmunologie könnten perspektivisch die therapeutischen Strategien beim Melanom erweitern. Forschende aus Australien beobachteten in Echtzeit CD169-positive Makrophagen bei der Phagozytose von Melanomzellen. Die an den Tumorrändern lokalisierten Immunzellen hemmten das Tumorwachstum offenbar unabhängig von T- und B-Lymphozyten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Makrophagenpopulation insbesondere für immunologisch „kalte“ Tumoren zukünftig therapeutisch relevant sein könnte.

Weitere aktuelle Studienergebnisse finden Sie auf unserem Nachrichtenportal. Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Ihnen




   Ihr
   Ingo Schroeder

 

 
 
Bewertung kutaner Nebenwirkungen onkologischer Therapien

Bewertung kutaner Nebenwirkungen onkologischer Therapien

Forschende aus den USA fordern die Aktualisierung eines weit verbreiteten Systems zur Graduierung von Nebenwirkungen onkologischer Therapien. Die derzeitigen Kriterien könnten die Schwere kutaner Toxizitäten nicht zuverlässig abbilden.

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Pflichttext & Referenzen

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Makrophagen-Subpopulation phagozytiert Melanomzellen

Forschende aus Australien haben Makrophagen in Echtzeit dabei beobachtet, wie sie Melanomzellen angreifen und phagozytieren.

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WEZENLA® Ustekinumab: Bis zu 30 Tage haltbar1

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EU-Projekt zu Chemoresistenz von Tumoren: Uni Bielefeld koordiniert CHEM-SCAN

EU-Projekt zu Chemoresistenz von Tumoren: Uni Bielefeld koordiniert CHEM-SCAN

In der Europäischen Woche gegen den Krebs (25. bis 31. Mai) rückt ein neues Forschungsprojekt der Universität Bielefeld in den Fokus: CHEM-SCAN macht sichtbar, wie Tumorzellen auf Therapien reagieren – und wie sich Behandlungen künftig gezielter auswählen und anpassen lassen könnten.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Umbrella-Review zur Bewertung der Leistungsfähigkeit Künstlicher Intelligenz bei der präzisen Detektion von Hautkrebs
Am J Clin Dermatol 26.05.2026

Isotretinointherapie bei Akne im Jugendalter ist nicht mit einer verminderten Körpergröße im Erwachsenalter assoziiert
JAMA Dermatol 20.05.2026

Präventive Anwendung einer sublingualen Hausstaubmilben-Immuntherapie induziert blockierende Antikörper bei sensibilisierten Vorschulkindern
Allergy 21.05.2026

 
 

ESTRO 2026: ctDNA verbessert die Überwachung unter Metastasen-gerichteter Therapie

Eine Analyse der Phase-II-Studie EXTEND zeigt, dass ctDNA-Tests neue Erkenntnisse über das Therapieansprechen bei Patienten lieferten, die eine Metastasen-gerichtete Therapie erhielten.

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Porokeratose erhöht das Risiko für weißen Hautkrebs

Porokeratose erhöht das Risiko für weißen Hautkrebs

Wie beeinflusst eine Porokeratose das Hautkrebsrisiko? Bisherige Studien zeigten ein erhöhtes Risiko vor allem für Keratinozyten-Karzinome (KC), wobei der stärkste Zusammenhang für das Plattenepithelkarzinom (SCC) beobachtet wurde. 

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KURZMELDUNGEN:

Die Zahl der Hautkrebsfälle in Sachsen steigt. Die drohenden Kürzungen bei den Vorsorgeuntersuchungen sorgen für Kritik.
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In einem mit Sensoren ausgestatteten Experimental-OP testen Forschende der Technischen Universität München den Einsatz von Robotern. Ziel ist es mittelfristig, Chirurgen im OP zu entlasten.
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Mit ONCOlleg hat das Mitteldeutsche Krebszentrum der Universitätskliniken Leipzig und Jena eine neue Fortbildungsreihe gestartet. Mit ihr sollen Patienten und deren Angehörige noch enger in Forschungsfragen zur Verbesserung der Krebsvorsorge einbezogen werden.
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TERMINE:

EADV Course: Mature skin
3.–5. Juni 2026
Bukarest (Rumänien)

68. Kongress der Deutschen STI-Gesellschaft
11.–13. Juni 2026
Berlin

16th European Post-Chicago Melanoma/Skin Cancer Meeting
25.–26. Juni 2026
Hamburg

Dermatologie und Allergologie Refresher
2.–4. Juli 2026
Berlin

 
 

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