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Liebe Leserinnen und Leser,
ein internationales Konsortium unter Leitung der Universität Tel Aviv berichtet in „Cell“, dass Melanomzellen extrazelluläre Vesikel freisetzen, die gezielt zytotoxische Immunzellen inaktivieren. Die sogenannten Melanosomen tragen Liganden auf ihrer Oberfläche, die spezifisch an Lymphozyten binden und deren antitumorale Funktion blockieren. Bereits zuvor war gezeigt worden, dass diese Vesikel prämetastatische Nischen in der Dermis vorbereiten. Die neuen Daten erweitern dieses Konzept um einen aktiven Mechanismus der Immunflucht und eröffnen potenzielle therapeutische Ansätze.
Wie stark Zell-Zell-Kommunikation und Signalnetzwerke die Hautbiologie prägen, verdeutlicht auch eine aktuelle chinesische Studie zur Kopfhautalterung. Mithilfe spatial-transkriptomischer Analysen kartierten die Forschenden Keratinozyten- und Fibroblasten-Subpopulationen und identifizierten frühe Alterungsprozesse mit Verlust zentraler Progenitorzellen, gesteigerter Seneszenz sowie abgeschwächter Signalgebung. Parallel war in Keratinozyten ein Stress-assoziiertes Regulationsnetzwerk aktiviert, während Melanozyten Zeichen einer gesteigerten und potenziell dysregulierten Melaninsynthese aufwiesen. Die Arbeit liefert eine hochaufgelöste molekulare Karte der alternden Kopfhaut und definiert neue pharmakologische Angriffspunkte gegen Haaralterung.
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