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Liebe Leserinnen und Leser,
Stuhlproben in der Darmkrebsvorsorge kennt man ja: Gesucht wird dabei nach Spuren von Blut, die – wenn sie gefunden werden – eine Koloskopie nach sich ziehen sollten. Im Rahmen dieser dann kann gegebenenfalls eine Diagnose gestellt werden. Die Koloskopie ist aber hierfür eben unerlässlich. Viel angenehmer für den Patienten – und weniger aufwendig für das Gesundheitssystem – wäre es doch, wenn es bei der Stuhlprobe bleiben könnte.
Eine Forschergruppe aus der Schweiz hat sich für eine solche Strategie das Darmmikrobiom zunutze gemacht und setzt dabei insbesondere auf Subspezies von Darmbakterien. Sie wurden in einem umfassenden Katalog zusammengefasst, den man dann mit klinischen Daten kombinierte. Herausgekommen ist dabei ein Modell, anhand dessen sich mit einer einfachen Stuhlprobe feststellen lässt, ob eine Darmkrebserkrankung vorliegt. Mehr zu der aktuellen Veröffentlichung können Sie in unserem Newsletter erfahren.
Übrigens: Erinnern Sie sich an den Frühsommer des Jahres 2011, als der Erreger EHEC sich in deutschen Krankenhäusern und in den Schlagzeilen breitmachte? Nun sind die starke Zellgifte produzierenden enterohämorrhagischen Escherichia coli in größerem Stil zurückgekehrt. Während sich die Meldungen von Krankheitsfällen – vor allem unter Kindern – in Mecklenburg-Vorpommern häufen, hat das Robert Koch-Institut aber im Moment (noch) keine Hinweise auf vergleichbare Entwicklungen in anderen Bundesländern.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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