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Liebe Leserinnen und Leser,
die Zahl der Patienten mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CEDs) nimmt zu – und dies inzwischen nicht mehr nur in der westlichen Welt, sondern, wie neuere Studien belegen, auch in Schwellenländern. Da Morbus Crohn und Colitis ulcerosa meist im jungen Erwachsenenalter erstmals auftreten – also in einer Lebensphase, in der Arbeit und Familie für viele im Vordergrund stehen – und die Lebensqualität stark beeinträchtigen, sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Gebiet von großer Bedeutung. In dieser Woche finden Sie einige Neuigkeiten dazu in unserem Newsletter.
US-Forscher berichten beispielsweise aktuell über Ergebnisse aus einem Mausmodell, in dem Weizenfasern aus Vollkornprodukten die Tiere vor Entzündungen im Darm schützten, und zwar durch die nach der Verstoffwechselung entstehenden Polyphenole. Allerdings konnte dieser Nutzen nur dann auftreten, wenn das Mikrobiom die Fasern entsprechend abbauen konnte, was die Bedeutung einer funktionellen Darmflora unterstreicht.
Eine kleine Studie mit 48 an Vitamin-D-Mangel leidenden CED-Patienten deutet zudem darauf hin, dass die Supplementierung von Vitamin D die Immuntoleranz fördern könnte. Die Verfasser der Arbeit beobachteten bei einer Ergänzung von fehlendem Vitamin A unter anderem höhere Werte für schützendes Immunglobulin A, geringere für entzündungsassoziiertes Immunglobulin G sowie Hinweise auf eine abgeschwächte CED-Krankheitsaktivität.
Bei Colitis ulcerosa könnten außerdem Quorum-Sensing-Moleküle aus dem Darmmikrobiom künftig als Biomarker für ein erhöhtes Darmkrebsrisiko dienen, wie in einer dritten Studie festgestellt wurde. In Zell- und Tiermodellen standen höhere Werte dieser Signalmoleküle mit mehr Entzündung und einer rascheren Tumorentwicklung in Verbindung. Lesen Sie mehr dazu in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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