Ausgabe 41/2025

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Mittwoch, 08. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Gastroenterologie,

laut dem Statistischen Bundesamt, das im Frühjahr dieses Jahres entsprechende Zahlen präsentierte, ist in Deutschland ein Rückgang der Sterblichkeit aufgrund von Darmkrebs zu verzeichnen. Verstarben im Jahr 2003 noch 28.900 Patienten an dieser Erkrankung, waren es 2023 „nur“ noch 24.200 Betroffene. Das entspricht einer Abnahme von 17 Prozent.

Dennoch bereitet es nach wie vor Kopfzerbrechen, dass viele Patienten mit einem Kolorektalkarzinom Resistenzen gegenüber eigentlich wirksamen Therapien entwickeln. Eine Behandlungsoption, die offenbar auch bei therapieresistentem Darmkrebs funktioniert, hat aber nun eine Arbeitsgruppe aus Würzburg und München ausgemacht: CDK4/6-Hemmer, die eigentlich aus der Brustkrebstherapie bekannt sind. Sie bremsen das Zellwachstum. Untersuchungen an verschiedenen Krebszell-Linien verliefen laut den Wissenschaftlern – auch bei Varianten mit Resistenz gegenüber einer Chemotherapie – erfolgreich. Günstig ist, dass die Forschenden in ihrer Studie auch gleich einen Biomarker fanden, der Rückschlüsse auf den Therapieerfolg zulässt.

Mehr zu dieser Studie können Sie im ersten Beitrag unseres Newsletters erfahren. Darin berichten wir unter anderem auch über Erkenntnisse zum erhöhten Darmkrebsrisiko unter jungen Menschen mit rektalen Blutungen und wie Cystein auf die Darmmukosa wirkt.

Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
CDK4/6-Hemmer: Neue Hoffnung für die Behandlung von Darmkrebs

CDK4/6-Hemmer: Neue Hoffnung für die Behandlung von Darmkrebs

Eine deutsche Forschergruppe hat die Wirksamkeit von CDK4/6-Hemmern bei Darmkrebs untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen. Die Medikamente bremsen laut den neuen Erkenntnissen das Wachstum von Darmkrebszellen wirksam, auch bei therapieresistenten Tumoren.

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1L Opdivo® + CTx bei GC/GEJC: Deutsche Zentren berichten Erfolge

Aktuelle Daten der NIS INGA aus 74 deutschen Zentren bestätigen die gute Wirksamkeit von Opdivo® + CTx in der 1L bei GC/GEJC (HER2-, CPS ≥5). Trotz eines Kollektivs mit schlechterem ECOG PS und höherem Alter im Vergleich zur Zulassungsstudie CM649 belegen die Daten ein vergleichbares Gesamtüberleben. Die Lebensqualität verbesserte sich z.B. durch weniger Schmerzen und einen leichteren Alltag.1-3

Fachinformation | Referenzen

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Rektale Blutungen bei jüngeren Erwachsenen: Assoziation mit deutlich erhöhtem Risiko für Darmkrebs festgestellt

Junge Patienten mit rektalen Blutungen sollten laut den Autoren einer neuen Studie einer Koloskopie unterzogen werden. Die Forschenden haben außerdem gezeigt, dass 70 Prozent aller Patienten mit früh im Leben auftretendem Kolorektalkarzinom keine entsprechende familiäre Vorgeschichte haben.

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Hartnäckiger Pruritus bei Erwachsenen mit unklarer Cholestase? An PFIC denken!

Erhöhte Serumgallensäuren bei unklarer Leberwerterhöhung? Progressive familiäre intrahepatische Cholestase (PFIC) auch bei Erwachsenen in Betracht ziehen!1 Mehr zu Symptomen, Diagnostik und Therapieoptionen erfahren Sie hier.

1. Dröge C, Keitel V: Gastroenterologie 2023; 18:377-384

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Regeneration der Darmmukosa: Cysteinreiche Ernährung kann sich förderlich auswirken

Regeneration der Darmmukosa: Cysteinreiche Ernährung kann sich förderlich auswirken

Eine Ernährung, die reich an Cystein ist, wirkt sich offenbar günstig auf eine geschädigte Darmschleimhaut aus. Das berichtet ein Forscherteam aus Untersuchungen an einem Mausmodell. Die Wissenschaftler haben entdeckt, dass die Aminosäure einen Signalweg des Immunsystems aktivieren kann, der Stammzellen in die Lage versetzt, neues Darmgewebe zu bilden.

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Adhärenz steigern durch digitales
Patienten-Angebot.

Unser digitales Angebot unterstützt die Morbus-Crohn-Therapie mit dem Ustekinumab-Biosimilar Fymskina® für mehr Lebensqualität.

  • Anwendungsvideo zur Handhabung der Fertigspritze erklärt verständlich die Schritte und nimmt die Angst vor der Selbstinjektion
  • SMS-Erinnerungsservice erinnert Ihre Patientinnen und Patienten einen Tag vor der nächsten Anwendung – damit sie keine vergessen

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Modell CORE: Einfacher Test kann Risiko für schwere Lebererkrankung vorhersagen

Eine neue Studie von Forschenden des Karolinska Institutet in Schweden zeigt auf, wie eine einfache Blutanalyse die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Zirrhose oder von Leberkrebs vorhersagen kann.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Risikofaktoren für patientenrelevante Blutungen des oberen Gastrointestinaltraktes
Am J Respir Crit Care Med 2025;211(9):1671-1680.

Definition von Heilung bei Dickdarmkrebs. Gepoolte Analyse von 15 randomisierten klinischen Studien
 
Ernährungsstrategien für Kinder mit pädiatrischer intestinaler Pseudo-Obstruktion in Europa. Eine Befragung durch Network of Intestinal Failure and Intestinal Transplantation in Europe
 
 
 
 
Wie unsere Gene den Stoffwechsel beeinflussen

Wie unsere Gene den Stoffwechsel beeinflussen

Ein besseres Verständnis der genetischen Einflüsse auf den Stoffwechsel könnte neue Therapieoptionen eröffnen. Forschende aus Berlin und London haben deshalb die bisher größte genetische Karte des menschlichen Stoffwechsels erstellt.

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KURZMELDUNGEN:

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die Immunforscher Shimon Sakaguchi (Japan), Mary Brunkow und Fred Ramsdell (beide USA). Ihre Arbeit erklärt, wie der Körper Autoimmunerkrankungen und Allergien verhindert.
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Dr. Bert Hanke hat die Chefarztposition der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie mit Schwerpunkt Interventionelle Endoskopie am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben übernommen.
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In wenigen Tagen soll die Ungewissheit über die Beitragshöhe bei den Krankenversicherten im neuen Jahr ein Ende haben. Greift die Politik noch zu Mitteln gegen die regelmäßigen Beitragsanstiege?
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TERMINE:

EndoBasics: Basiskurs in gastrointestinaler Endoskopi
20. - 22. Oktober 2025
Linz, Österreich

22. - 25. Oktober 2025
Sorrento, Italien
 
3. November 2025
online
 
5. - 7. November 2025
Leipzig

ERCP-Grundkurs Böblingen
6. - 7. November 2025
Böblingen
 
 
 

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